Landtechniker hat 2013 noch zwei Ausbildungsplätze zu vergeben

Team sucht Verstärkung

Von Daniela Apel

Über 80 Jugendliche nutzten im Raum Zerbst den Tag der Berufe, um hinter die Kulissen von elf Unternehmen zu schauen. Bei Rundgängen informierten sie sich über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten.

Schora l "Ich möchte Schlosser werden", weiß Daniel Denda schon ganz genau. Von kleinauf begeistert sich der Zerbster für Traktoren, Mähdrescher und Co. "Mein Opa hat früher auch auf dem Bauernhof gearbeitet", erzählt er. So gehört der Achtklässler zu den 13 Schülern, die am Tag der Berufe bei der Firma Worch Landtechnik in das Berufsbild des Land- und Baumaschinenmechanikers hineinschnuppern.

Seit Anfang an beteiligt sich der Ausbildungsbetrieb an dem Aktionstag, der nur ein Mosaik von vielen Berufsorientierungsmöglichkeiten ist, die den Jugendlichen angeboten werden. "Zu wissen, was wirklich hinter dem Traumjob steckt - oder aber auch nicht, ist für die erfolgreiche Ausbildung wichtig", erklärt Sabine Edner, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Dessau-Roßlau-Wittenberg. Hinzu kommt, dass ab 2015 jährlich zwei Arbeitnehmer in Rente gehen. Dem gegenüber steht nur ein Berufseinsteiger, der die Schule verlässt. Es gelte daher, alle Potenziale zu nutzen, um die Herausforderungen des demographischen Wandels zu meistern.

Bei der Firma Worch gibt es derzeit zwölf Lehrlinge, die sich auf die vier Standorte des Familienunternehmens in Schora, Raguhn, Boßdorf und Rackith verteilen. "Wir haben fast immer alle übernehmen können", erzählt Christel Worch. Ziel sei, für den eigenen Bedarf auszubilden. Zumal sich das Team, mit dem sie seit 1990 die Firma aufgebaut haben, allmählich dem Ruhestand nähert.

Den Tag der Berufe nutzt die Worch GmbH, um für die vielseitige Tätigkeit als Land- und Baumaschinenmechaniker zu werben. "Es ist schwierig, Auszubildende zu bekommen", erklärt Christel Worch. Zwei freie Plätze hat das Unternehmen 2013 noch zu vergeben. Die Auszubildenden werden sofort in die tägliche Arbeit integriert. Wie diese ausschaut, das erfahren die Schüler zusammen mit ihren Eltern bei einem Rundgang über das Firmengelände. Schlosser-Geselle Martin Braune zeigt ihnen die modernen Werkstätten, in denen die Maschinen komplettiert und repariert werden. Neugierig klettern einige der Jungen ins Fahrerhaus eines Mähdreschers, bevor sie zu einer Spritztour auf einem Schlepper eingeladen sind. Ein Video rundet den Ausflug in die Berufswelt ab, der selbst Jugendliche aus Quellendorf, Bräsen und Wittenberg an diesem Nachmittag nach Schora führte. Und wer weiß: Den einen oder anderen kann Christel Worch vielleicht irgendwann als Auszubildenden begrüßen.

Daniel Denda absolviert Mitte April schon einmal ein Praktikum bei der Landtechnik-Firma. Für zehn Tage will er tiefer in seinen Traumberuf eintauchen.