Brandstiftung

Unbekannte zünden Baumhaus auf Zerbster Spielplatz an der Wolfsbrücke an

Am Morgen des 21. Juli stand auf einem Zerbster Spielplatz ein Baumhaus in Vollbrand. Die Feuerwehr geht von Brandstiftung aus. Auch der Baum selbst ist in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Polizei ermittelt.

Von Thomas Kirchner
Am Mittwochmorgen steht das Baumhaus auf dem Spielplatz nahe der Wolfsbrücke in Zerbst in Flammen.
Am Mittwochmorgen steht das Baumhaus auf dem Spielplatz nahe der Wolfsbrücke in Zerbst in Flammen. Foto: Steffen Schneider

Zerbst - In der Nacht vom 20. auf den 21. Juli ist das Baumhaus auf dem Spielplatz nahe der Nuthe an der Wolfsbrücke in Flammen aufgegangen. Gegen 3 Uhr morgens ging der Alarm bei der Zerbster Feuerwehr ein. „Als wir eintrafen, stand das Baumhaus bereits in Vollbrand“, sagt Einsatz- und Ortswehrleiter Steffen Schneider.

Im Verlauf des Einsatzes sei das Dach eingestürzt. „Auch Teile des Baumes sind in Mitleidenschaft gezogen worden. So stürzte auch brennendes Geäst in die Tiefe“, so Schneider. Seiner Meinung nach müsse das Areal erst einmal gesperrt werden, da die gesamte Konstruktion nach dem Brand ziemlich instabil sei.

Zur Brandursache sagt Schneider: „Da es dort weder einen Stromanschluss noch sonstige Ursachen für einen technischen Defekt gibt, das Wetter momentan recht kühl ist und das Areal eingezäunt und verschlossen war, gehe ich davon aus, dass das Baumhaus vorsätzlich angezündet worden ist.“

Zeugen beziehungsweise Anwohner hätten mittels Feuerlöscher noch versucht das Schlimmste zu verhindern. „Doch es hatte sich in unmittelbarer Nähe des brennenden Baumhauses eine so enorme Hitze entwickelt, dass sie schließlich aufgeben mussten“, schildert Schneider.

Vergessene Pizza verursacht nächtliche Aufruhr

Insgesamt zwölf Einsatzkräfte haben die Flammen schließlich gelöscht. „Wir haben natürlich die Polizei hinzugezogen, die den Brandort auch beschlagnahmt hat und jetzt sicher die entsprechende Ermittlungen einleiten wird“, sagt der Einsatzleiter.

Schon zwei Stunden zuvor waren die Ortswehren Zerbst und Jütrichau zu einem vermeintlichen Wohnungsbrand in die Adolf-Otto-Straße ausgerückt. Hier hatte gegen 1 Uhr ein Rauchmelder Anwohner aus dem Schlaf gerissen, die dann die Feuerwehr riefen.

„Da niemand öffnete und der Brandgeruch schon im Hausflur wahrnehmbar war, mussten wir uns gewaltsam Zutritt zu der betreffenden Wohnung verschaffen. Das hatte dann auch den erstaunten Mieter aus dem Schlaf gerissen“, so der Einsatzleiter.

Schneider: „Ausgelöst hatte die nächtliche Aufruhr der Klassiker, eine vergessene Pizza, die im Backofen vor sich hin bräunte, inzwischen eher schwärzte. Zum Glück haben wir Schlimmeres verhindern können“, so Schneider. Immer wieder warnt die Feuerwehr vor vergessenem Essen auf dem Herd oder im Backofen. „Das kann schnell in einer Tragödie enden“, warnt der erfahrene Feuerwehrmann.