Zerbst l Wie das Polizeirevier Anhalt-Bitterfeld mitteilte, kam der 21-jährige Mercedes-Fahrer aus bisher ungeklärter Ursache nach dem Durchfahren einer Linkskurve nach links von der Fahrbahn ab und prallte frontal gegen einen Baum. Das Unfallopfer musste durch die Freiwillige Feuerwehr Zerbst und den Rettungsdienst aus dem Fahrzeug befreit werden. Der 21-jährige Zerbster starb noch an der Unfallstelle.

„Das ist natürlich eine emotionale Belastung für die Kameraden“, sagt Ortswehrleiter Steffen Schneider. Sie verließen die Wache, um zu helfen, und konnten es dann nicht mehr, das sei bitter. „Das sind Einsätze, die nicht alltäglich sind, die betroffen machen, schockieren“, erklärt Schneider die Situation. Zerbst sei nicht sehr groß, der eine oder andere Kamerad kenne vielleicht das Unfallopfer, das mache es umso schwieriger. Die Wehrleitung habe nach solchen Einsätzen ein Auge auf die Frauen und Männer, besonders auf die jüngeren. „Sollten Kameraden Hilfe brauchen, stellen wir Kontakte zu Seelsorgern her, die dann mit den Betroffenen sprechen“, schildert Schneider.

Wie oft die Feuerwehr Einsätze mit Todesopfern habe, kann Schneider nicht mit Gewissheit sagen. Doch eines kann er sicher sagen: „Jeder dieser Einsätze ist einer zu viel und jeder Tote ist einer zu viel.“

Große Anteilnahme

In den sozialen Netzwerken wie Facebook ist die Anteilnahme groß. Freunde, Kollegen und Bekannte übermitteln in Posts der Familie ihr tiefes Mitgefühl und zeigen sich erschüttert von dem Geschehen.

Gründe für so einen Unfall kann es viele geben, weiß Polizeisprecher Michael Däumich. „Wie ist die Wetterlage, die damit verbundene Sicht, die Fahrbahnverhältnisse, Reifen – all das kann eine Rolle spielen“, sagt er. Dazu kämen äußere Einwirkungen wie Ablenkung am Straßenrand oder vom Handy oder Navigationsgerät.

34 Verkehrstote gab es 2016 in der Polizeidirektion Ost, elf davon im Kreis Anhalt-Bitterfeld. 2017 verzeichnet allein das Revierkommissariat Zerbst bisher fünf Unfalltote.