Zerbst l Vier Apfelbäume und eine Mirabelle haben die Mitglieder des Zerbster Rotary Clubs am 16. November im Zerbster Schlossgarten unweit des Teehäuschens gepflanzt. Nur zwei Wochen später haben dreiste Diebe den größten der fünf Bäume – die Mirabelle samt Ballen ausgegraben und mitgehen lassen.

Ordnungsamtsleiterin Kerstin Gudella und Ute Schilling vom Grünflächenamt, die auch bei der Pflanzaktion anwesend war, sind fassungslos über so viel Dreistigkeit. „Da engagieren sich Bürger, pflanzen Bäume und stiften Blumenzwiebeln, damit sich andere Bürger beim Spazierengehen oder Verweilen im Schlossgarten daran erfreuen können und da kommen andere, graben einfach einen Baum aus und nehmen ihn mit“, ist Kersin Gudella empört über so viel Unverfrorenheit.

Kein Verständnis

Nicht dass die Rotaryer die Bäume „nur“ geplanzt hätten, nein, sie haben sie auch bezahlt. „Für so etwas fehlt mir jedes Verständnis“, macht auch Ute Schilling ihrem Ärger Luft. Das Engagement anderer so mit Füßen zu treten, empfinde sie als respektlos.

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Es ist nicht das erst Mal, das frisch gepflanzte Bäume im Schlossgarten Dieben beziehungsweise Vandalen zum Opfer fallen. Erst im November 2018 wurden am Katharina Weg von Bürgern gestiftete Bäume reihenweise abgeknickt. Das besonders Verwerfliche: Die jungen Bäume haben Eltern oder Großeltern gespendet und finanziert. Sie wurden für ihre geborenen Kinder oder Enkelchen oder in Erinnerung an andere Angehörige gepflanzt.

Auch die Mitglieder des Rotary Clubs sind sauer. „Wir finanzieren solche Aktionen aus den Mitgliedsbeiträgen und beispielsweise aus den Erlösen vom Glühweinverkauf auf dem Weihnachtsmarkt. Wenn dieses Engagement für unsere Heimatstadt und die Allgemeinheit so wenig Respekt findet, macht das schon sehr wütend“, sagt der amtierende Zerbster Rotary-Präsident Ulrich Weimeister. Die Männer hätten null Verständnis für derartige Diebstähle.