Zerbst l Der Anfang ist gemacht. Kürzlich unterzeichneten der Vorsitzende des Verkehrsvereins, Jürgen Dornblut, und Markus Klatte, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld, den ersten Sponsoringvertrag für die Grundfinanzierung der großen Vorhaben des Verkehrsvereins in diesem Jahr: Pferdemarktlotterie, Spargelfest und Bollenmarkt.

Der erste Höhepunkt, das Spargelfest am 5. und 6. Mai, sei schon in den Vorbereitungen weit vorangeschritten, sagte Dornblut. „Der Händlermarkt steht, die Anträge sind durch.“

Lange Tradition

Um aber alles, vor allem die 117. Ausspielung der Pferdemarktlotterie zu finanzieren, ist noch einiges zu tun. Etwa 200 Sponsorenverträge muss der Verkehrsverein jedes Jahr einwerben. Rund 30.000 Euro werden benötigt. „So ein Verein wie wir, mit den Veranstaltungen, die wir ausrichten, lebt von Unterstützern“, betonte Klaus Grigoleit, stellvertretender Vorsitzender des Vereins.

Das wird aber von Jahr zu schwieriger. Der Brauereivertrag ist beispielsweise weggefallen, und die Stadt Zerbst hat die Unterstützung – von zuletzt 5000 Euro – für dieses Jahr gänzlich gestrichen. „Aus Gründen der Haushaltskonsolidierung mussten wir diesen Schritt gehen“, erklärte Antje Rohm, Kulturamts-Chefin und Sprecherin der Stadt Zerbst. Trotzdem werde die Stadt den Verein weiterhin unterstützen, beispielsweise mit Zuarbeiten, die der Bauhof erledigt. Denn man wisse auch, dass „der Verkehrsverein einen wichtigen Part für das öffentliche Leben in Zerbst spielt und mit den Festen, die er ausrichtet, nicht wegzudenken ist“.

So etwas wie die Pferdemarktlotterie auf die Beine zu stellen, wäre heutzutage wohl nicht mehr denkbar, ist sich Jürgen Dornblut sicher. Allein, dass der Hauptgewinn jedes Jahr ein Auto ist, ist eine Leistung, die man ohne die Autohändler vor Ort nicht stemmen könnte. „Auch in diesem Jahr haben wir wieder ein Auto fest, einen Honda Jazz wird es zu gewinnen geben“, kündigt Dornblut an. Eins der 35.000 Lose, die an 70 Verkaufsstellen erworben werden können, wird das Siegerlos dafür sein.

Unterstützung benötigt

Aber nicht nur von außen braucht es Unterstützung, auch die eigenen Vereinsreihen müssen stimmen. 2017 wurden drei Austritte verzeichnet, die zwei neuen Mitgliedern gegenüber stehen, so dass der Verein jetzt 57 Mitglieder hat.

Im Vorjahr wurde ein neuer Vorstand gewählt, der mittlerweile die Geschäfte auch gänzlich übernommen hat. „Die Übergabe durch den alten Vorstand hat gut geklappt“, kann Dornblut nach einem Jahr als neuer Vorstandschef sagen. Auch die neue Einteilung in Arbeitsgruppen sei gut angenommen worden und mache so die Mitarbeit etwas offe- ner.