Zerbst l Die Francisceumsstiftung bietet jungen Künstlern zwischen 15 und 20 Jahren mit dem 1997 ins Leben gerufenen Kunstwettbewerb „Junge Kunst in Anhalt“ eine Plattform, auf der sie ihre künstlerischen, kreativen Arbeiten zeigen können.

Sie messen sich mit Gleichaltrigen, stoßen bei den Betrachtern ihrer Werke auf unterschiedliche Resonanz. Nicht zuletzt bieten auch attraktive Preisgelder, die die Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld zur Verfügung stellt, einen Anreiz zur Teilnahme am Wettbewerb.

Jury bewertete Wettbewerbsbeiträge

Mehr als 100 Kunstwerke galt es zu bewerten. Die Kunstkenner Steffi Heger, Siegfried Döring und Gerhard Matthies bildeten die Jury des Kunstwettbewerbes „Junge Kunst in Anhalt“.

Bilder

Am Freitagnachmittag wurden in der Aula des Francisceums nun die Preisträger gekürt. Unter den zahlreichen Gästen war auch Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD).

Fünf Kategorien

Insgesamt wurden 29 Schüler für ihre künstlerischen Arbeiten in den Kategorien Malerei, Grafik und Fotografie sowie Plastik und Objekt ausgezeichnet.

„Nachdem die Francisceumsstiftung 1954 durch den Rat des Kreises und den Bezirk aufgelöst wurde, erfuhr sie im Juni 1996 auf Initiative von Eberhard Schmaling ihr Comeback“, betonte Schulleiterin Veronika Schimmel.

Die Stiftung fördere besonders außerschulische Aktivitäten wie beispielsweise Ökogruppen der Schule, Projekte mit wissenschaftlichem Charakter, die Schülerfirmen und eben auch den Wettbewerb „Junge Kunst in Anhalt“.

Ausstellung an verschiedenen Orten

Neben der Personalausstellung eines Künstlers, einer Hobbykunst-Schau, Bildern und anderen Kunstwerken, neben der Ausstellung der Partnerstädte in den Räumen des benachbarten Museums, werde den Besuchern der Zerbster Kulturfesttage, so eine weitere Facette künstlerischen Schaffens dargeboten.

„People on the Street“ (Menschen auf der Straße) hat Bennet Rietdorf seine Bilderreihe genannt. „Die Aufnahmen dazu sind in Trier, München und Leipzig entstanden“, erzählt der Gymnasiast. Ihm sei es wichtig das die Bilder verschiedene Emotionen ausstrahlen.

„Die Straßenfotografie zeigt Momentaufnahmen aus dem Alltag, die einmalig sind, anders als bei gestellten Szenen“, beschreibt Bennet Rietdorf.

Straßenfotos und Traumbilder

Die Bearbeitung der Fotos nehme schon etwas Zeit in Anspruch. Und die Zeit und Mühe haben sich gelohnt. Immerhin belegte er den zweiten Platz in der Kategorie Grafik und Fotografie der Altersgruppe 15 bis 17.

Platz drei in der gleichen Kategorie belegte Paul Schulze, Schüler der Sekundarschule Ciervisti. Der Hobbyfotograf hat insgesamt zwölf Bilder zum Wettbewerb eingereicht. Titel seiner Bilderreihe, „Traumbilder“.

„Ich arbeite gern mit der Langzeitbelichtung“, sagt Paul Schulze. So habe er seinen eigenen Schatten fotografieren können. Die Familie, die bei der Auszeichnungsveranstaltung natürlich anwesend war, ist stolz auf ihren frisch gekürten Preisträger.

Die Arbeiten der jungen Künstler sind später in einer Wanderausstellung zu sehen. Gezeigt werden sollen sie unter anderem in der Sparkasse Bitterfeld, im Zerbster Rathaus und in der Jugendherberge Dessau.