Steutzer Grundschüler entlassen die Viertklässler aus ihren Reihen

Wissenstest folgt feierlicher Schwertschlag

Von Daniela Apel

Noch vor den Zeugnissen erhielten die Steutzer Viertklässler ihr Grundschul-Diplom. Während des Abschlussfestes wurden die Elf im Beisein aller Schüler und Lehrer sowie ihrer Familien mittels Schwertschlag feierlich entlassen.

Steutz l Als der kräftige Schauer abzieht, kann das Abschlussfest der Steutzer Grundschule endlich beginnen. Während die Sonne hinter den abziehenden Regenwolken hervorblitzt, begrüßt Schulleiterin Annett Ebert die Anwesenden "zum ersten Mal in diesem Rahmen". Die Idee der Eltern aufgreifend findet im Beisein aller Schüler und ihrer Familien am Donnerstagnachmittag auf dem Sportplatz des Elbdorfes eine Feier zum Schuljahresende statt. Darin eingebettet ist die traditionelle Verabschiedung der Viertklässler.

Die elf Mädchen und Jungen werden zunächst nach vorne gebeten. Bevor sie jedoch Platz nehmen dürfen, müssen sie sich in einem Spruch wiedererkennen, der sie amüsant, aber treffend umschreibt. Danach stellen ihnen die Drittklässler Fragen: Wie viele Zähne hat ein Milchgebiss? Welche Farbe ist nicht im Regenbogen? Wie heißt der größte lebende Vogel? ...

Feuerschale erinnert an den Abschlussjahrgang 2012

Mal schnell, dann wieder erst zögerlich kommen die Antworten der Kinder, mit denen sie ihr Wissen beweisen sollen. Für jede richtige gibt es ein Bonbon, wer zwei besitzt, darf vor den Grundschulentlasser treten. Konzentriert holt Justin Ewald zum Schwertschlag aus, mit dem der Schulwechsel besiegelt wird. Und während Dominic Weise jedem Viertklässler einen Orden umhängt, bekommen diese eine Lebensweisheit mit auf den Weg.

Schließlich ergreift Klassenlehrerin Anke Lenke das Wort. Sie erinnert an die erlebnisreiche Zeit, die hinter den Elf liegt und die neben dem Lernen genauso von tollen Ausflügen und spannenden Projekttagen geprägt war. Auch sie bittet die Mädchen und Jungen einzeln zu sich, um jedem eine Mappe mit seinen schönsten Zeichnungen sowie die Abschlusszeitung und eine CD mit Fotos zu übergeben. Das ist aber längst nicht alles. Zu guter Letzt erhalten die Viertklässler von Lehrerin Kathrin Lawrenz ihr Grundschul-Diplom. Damit kann für sie nach den Sommerferien das Bildungsabenteuer in Zerbst weitergehen - fünf von ihnen werden dann ab September die Ganztagssekundarschule Ciervisti besuchen, sechs künftig das Gymnasium Francisceum.

Die Schulabgänger haben sich ihrerseits auch einiges zum Abschied einfallen lassen. Da stimmen sie nicht nur ein fröhliches Lied an, sondern setzen ebenfalls das bekannte Märchen vom Aschenputtel lustig in Szene. Vor allem der "so schöne Prinz" alias Jonas Mazur erntet immer wieder begeisterte Lacher. Brauch ist es zudem, dass die Viertklässler den Baum des Jahres pflanzen. Davon weichen die Elf diesmal ab. Stattdessen schenken sie der Schule eine Feuerschale, die bei dem seit 2010 alljährlich veranstalteten Weihnachtsmarkt künftig für knisternde Wärme sorgen soll. Darüber hinaus stellen sie ihrer Klassenlehrerin ein Zeugnis aus. Zugleich darf sich Anke Lenke über einen Himbeer- und einen Aroniastrauch freuen. Und die Bescherung geht noch weiter. So haben alle Schüler eine Blume gebastelt, die sie ihrer Mutter oder ihrem Vater überreichen.

Bevor das Abschlussfest vergnügt mit leckeren Bratwürsten und dem Herumtollen auf den aufgebauten Hüpfburgen ausklingt, wendet sich Annett Ebert erneut an die Kinder und Erwachsenen. Sie nutzt die Gelegenheit, um sich bei ihren Kolleginnen und den Eltern für ihren Einsatz und die Unterstützung zu bedanken. Neben der Bürgerarbeiterin hebt sie die technische Kraft Angelika Grube und Sekretärin Heike Krecklow hervor. Sie dankt ihnen für ihr Engagement vor allem auch während der Umbaumaßnahmen in den letzten Wochen.

Annett Ebert verabschiedet sich als Schulleiterin

Für Annett Ebert heißt es nun ebenfalls Abschied nehmen. Sie verlässt die Steutzer Grundschule, ihre Nachfolge als Schulleiterin tritt kommissarisch Anke Lenke an, außerdem füllt eine neue Lehrerin die frei werdende Stelle auf. "Ich wünsche der Schule alles Gute. Der Abschied fällt mir nicht leicht, aber manchmal muss man gehen", erklärt Annett Ebert.