Zerbst l Der Sozial-, Schul-, Kultur- und Sportausschuss beschäftigte sich am Dienstagnachmittag noch einmal mit dem leerstehenden ehemaligen Verwaltungsgebäude des Landkreises, das nun zum Hort umgebaut werden soll. Mitte Februar hatte der Kreistag die Mittel für den Umbau, immerhin eine halbe Million Euro, dafür freigegeben.

Bei der Sitzung des Ausschusses waren auch Peter Grimm, Jugendamtsleiter, und Sandra Kirchhof, Sachgebietsleiterin Kita beim Landkreis, sowie Cornelia Kurowski, Geschäftsführerin der Volkssolidarität Kinder-, Jugend- und Familienwerk GmbH, die die Trägerschaft des Hortes übernimmt, anwesend. Sie gaben den Ausschussmitgliedern Auskunft über den Stand der Planungen sowie über den Zeitplan bis zur geplanten Eröffnung. Diese soll am 1. August erfolgen.

„Der Landkreis ist nach wie vor bestrebt, den Hort zu Beginn des neuen Kindergartenjahres Anfang August zu öffnen“, erklärte Peter Grimm den Mitgliedern. Alle Genehmigungsverfahren sollen jetzt zügig abgeschlossen werden, so dass zeitnah auch die nötigen Ausschreibungen erfolgen können. „Doch hier könnten sich durchaus Probleme auftun“, sagte Grimm. Es werde sicher schwierig auf Grund der guten Auftragslage geeignete Baufirmen zu finden, die kurzfristig freie Kapazitäten haben.

Übergabe noch 2018

„Auf jeden Fall wollen wir versuchen, das Haus noch in diesem Kalenderjahr an den Träger zu übergeben“, so der Jugendamtsleiter. „Derzeit liegen schon mehr Hortplatzanmeldungen für das kommenden Schuljahr vor, wie Kinder den Hort verlassen“, bestätigte die Sachgebietsleiterin Kita Sandra Kirchhof.

Freie Kapazitäten

Zukünftig würden alle Hortkinder aus beiden Einrichtungen, Grundschule An der Stadtmauer und Kita Zerbster Strolche, gemeinsam am Fischmarkt betreut. „Damit werden bei den Zerbster Strolchen Kapazitäten für Kinderkrippe und Kindergarten frei“, erläuerte Sandra Kirchhof.

„Wenn alles fertig ist, sind für die Betreuung der Kinder in dem umgebauten Gebäude hervorragende Bedingungen geschaffen“, erklärte Cornelia Kurowski von der Volkssolidarität im Anschluss. Natürlich würden auch Mitarbeiter die Hortkinder von der Schule zum Fischmarkt begleiten. „Es sind etwas mehr als 600 Meter, haben wir extra ausgemessen“, so Kurowski.

Auch im Außenbereich würden einige Umgestaltungsmaßnahmen durchgeführt. „Hinter dem Gebäude wo sich derzeit der Parkplatz befindet ensteht ein Spielplatz, so dass die Kinder bei entsprechender Witterung auch draußen spielen und toben können“, beschrieb Kurowski die Pläne.

Wirtschaftsweg bleibt zugänglich

Ferner entsteht auf diesem Areal auch der Sammelplatz für entsprechende Notsituationen, wie beispielsweise ein Feueralarm. „Der Wirtschaftsweg hinter dem Gebäude bleibt weiterhin für die Anwohner bestehen und wird auch nicht eingezäunt“, erklärt die Geschäftsführerin den Anwesenden.Zu diesem Thema sind auch Anwohner der Langen Straße zur Sitzung gekommen, um genau dieses zu erfragen. Hier konnte Cornelia Kurowski Entwarnung geben: „Für Sie bleibt alles beim Alten“, versicherte sie den Anwohnern.

Was die Nutzung der dritten Etage des Gebäudes betrifft, gibt es noch nichts Konkretes. Die Caritas hätte Interesse bekundet, sagt Sandra Kurowski. Wozu die Caritas die Räume allerdings nutzen möchte, dazu machte sie noch keine Angaben.