Walternienburg l Der Zerbster Sonnabend ist eine Walternienburger Initiative. Eine Idee von Ortsbürgermeister Jörg Hausmann in Zusammenarbeit mit Marco Thiemann, dem Geschäftsführer der Heinrich‘s GmbH.

Dem zehnjährigen Bestehen der Einheitsgemeinde sollte eine Festveranstaltung gewidmet werden. Walternienburg wollte sich vor den Karren spannen. Auf der Burganlage war es angedacht, dass sich die Ortschaften präsentieren können, dass Vereine, Chöre und andere Gruppen ein Programm gestalten. „Den Einheitsgedanken unterstützen“, darum ging es Jörg Hausmann.

Jede Ortschaft pflanzt einen Baum

Im Rahmen des Festes sah der Plan auch eine Baumpflanzaktion vor. Jede Ortschaft sollte einen Baum pflanzen, der dann mit einem Schild versehen wird. Das Baumpflanzen war zunächst nur symbolisch geplant, denn Bäume werden nicht im Mai sondern besser im Herbst gepflanzt.

Die einheitsgemeindliche Streuobstwiese konnte man sich an der Ecke am Walter- nienburger Sportplatz vorstellen, da wo noch eine ganze Reihe Pappelstümpfe in der Erde stecken und ein paar Bänke zum Verweilen einladen. Die von jedermann gut einsehbare Fläche würde man auf diese Art und Weise gut wieder beleben können.

Baumpflanzaktion fällt für 2020 aus

Allerdings ist eine Bepflanzung mit Obstbäumen in dem Bereich nicht vorgesehen, da es sich nicht um typische Auenbäume handelt. Da war man allerdings schon in Verhandlung mit der Stadt, was da machbar ist. „Unsererseits laufen hier noch Abstimmungen zu einer in Frage kommenden Fläche“, informierte Pressesprecherin Antje Rohm.

Am 23. Mai war das Ereignis geplant, doch Corona macht auch hier einen Strich durch die Rechnung. Zunächst gab es Überlegungen, alles auf den 3. Oktober zu verschieben. Doch auf Grund der aktuellen Situation wird diese Veranstaltung in diesem Jahr nicht stattfinden. Dazu fällt dem Zerbster Bürgermeister Andreas Dittmann nur das Sprichwort ein: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“.

Tag der Gemeinsamkeiten

„Ich habe mich über die Initiative Jörg Hausmanns sehr gefreut, einen Zerbst-Tag anlässlich des zehnjährigen Bestehens der neuen Stadtgrenzen zu begehen“, sagte Andreas Dittmann, „während oft genug scheinbar Trennendes betont wurde und wird, soll dieser Tag die Gemeinsamkeit und die Chancen, die wir damit haben, in den Mittelpunkt stellen.“ Das greife die vielen Projekte und auch das Erreichte in der Umsetzung der Gemeindegebietsreform auf und richte den Blick nach vorn, alles andere wäre auch kontraproduktiv. „Insofern ist es schade, dass das Projekt zunächst aufgeschoben werden muss, andererseits ist es aber auch verständlich“, so Dittmann.

In einigen Ortschaftsräten stand schon die Frage, ob sie sich mit einem Baum beteiligen wollten, zur Diskussion. Da kam zum Beispiel in Güterglück von André Schulze das Argument, dass man das Geld für den Baum lieber im eigenen Ort verbrauchen sollte. Derweil machte Ortsbürgermeister Moritz Schwerin deutlich, dass für Walternienburg jede Menge Arbeit mit der Veranstaltung verbunden ist, warum sollte man sich also nicht mit einem Baum beteiligen. Als „gute Geste“ sah es auch Thomas Engelhardt.

Deetz kommt buddeln

Derweil stimmten im Deetzer Ortschaftsrat alle anwesenden Mitglieder dafür, einen Baum aus Ortschaftstmitteln beizusteuern. „Deetz kommt buddeln“, konstatierte Ortsbürgermeister Tobias Böttcher.