Deetz/Zerbst l Ein Blick zur Lieblingsbaustelle der Zerbster: der Neubau einer Brücke über die Nuthe an der Zollmühle, in der Gemarkung Deetz.

Baustelle im Dornröschenschlaf

Ja, es hat sich etwas getan, aber derzeit liegt die Baustelle mal wieder im Dornröschenschlaf. „Wegen dem Frost konnte nicht weiter gearbeitet werden“, erklärte Marina Jank, Sprecherin des Landkreises Anhalt-Bitterfeld, der der Baulastträger ist.

Aber mit Blick auf die „To-Do-Liste“ konnten schon viele Haken gesetzt werden. Der Einbau des Ausgleichsbetons als Unterlage für die Druckbetonplatte, die Lieferung der Bewehrung und Einbau der bewehrten Druckbetonplatte, sowie die Vermessungs- und Vorbereitungsarbeiten wurden alle gemäß Zeitplan in der dritten und vierten Kalenderwoche absolviert.

Auch die Lieferung und das Setzen der Brückenfertigteile in Kalenderwoche sieben ist erledigt. Nun hängt es laut Aussage des Landkreises an den Verfüllungen, dem neuen Geländer und dem Asphalt. „Wenn wieder durchgängig Plusgrade sind, Tag wie Nacht, und wenig Regen fällt, kann erst weitergemacht werden“, erklärt Marina Jank. Und weil niemand so genau weiß, wie das Wetter so kommt, wurde die Vollsperrung im Sperrkalender bis 30. April verlängert.

Was ohne Schmerz und Kummer begann und eigentlich September 2017 fertig sein sollte, ist noch immer eine Baustelle. Und selbst nach Fertigstellung ist der Mehrwert vielleicht fraglich. Argumentiert wurde bisher, dass die neue Brücke dann mehr Tragkraft hätte, was erforderlich für die wirtschaftliche Nutzung der Region wäre. Doch eine Nachfrage des Bürgermeisters Andreas Dittmann beim Kreisausschuss brachte zur Antwort, dass die neue Brücke in jedem Fall so viel tragen kann wie vorher. Von mehr Tragkraft ist nicht die Rede. Das steht in einem Schreiben, das der Volksstimme vorliegt.

„Damit stellt sich die Frage nach Sinn und Verstand der ganzen Nummer“, so Bürgermeister Dittmann. Genau nach diesem Sinn fragte er dann kürzlich beim Kreistag. Die Antwort ist noch offen.