Fußball

Eintracht Gommern rückt als Mannschaft näher zusammen

Nach turbulenten Wochen inklusive Trainerwechsel, deutlichen Testpleiten blicken Gommerns Landesklasse-Fußballer wieder optimistisch auf den Saisonstart voraus.

Die Zuversicht fährt mit: Kevin Schulz, Kevin Vietmeyer, Tom Sindermann, Benno Adelheim und Lukas Schmidl (v.l.) auf dem Weg ins Trainingslager.
Die Zuversicht fährt mit: Kevin Schulz, Kevin Vietmeyer, Tom Sindermann, Benno Adelheim und Lukas Schmidl (v.l.) auf dem Weg ins Trainingslager. Foto: Verein

Ilsenburg/Gommern - twa/bjr

Aus der Belastung heraus an die körperlichen Grenzen: Bevor sich der Eintracht-Tross auf den Weg nach Ilsenburg machte, stand am Vorabend der erneute vereinsinterne Trainingsvergleich gegen die A-Junioren der Spielgemeinschaft Gommern/Karith an. Ging es in der Vorwoche noch ziemlich ausgeglichen zu, zeigten sich diesmal die Herren deutlich präsenter und zielstrebiger. Gute Kombinationen und defensiv kompakt präsentierte sich die Eintracht in guter Verfassung.

Am Freitagnachmittag trudelten die Spieler in Ilsenburg ein. Coach Florian Sprengler war ebenfalls bereites vor Ort und verschaffte sich einen Überblick vom Trainingsgelände und dem Platz in Drübeck, den die Eintracht die folgenden Tage in Beschlag nahm. Mit einer intensiven Einheit am Nachmittag startete das Trainingslager. Auf eine kleine Laufeinheit von Ilsenburg nach Drübeck folgten Mobilisations-, Pass- und Torschussübungen. Den ersten Tag ließ die Mannschaft bei einem Grillabend ausklingen und stimmte sich auf das Wochenende ein.

Nachdem am Samstagmorgen das gemeinsame Frühstück eingenommen war und letzte „Nachzügler“ eintrafen, setzte sich die anschließende Einheit aus Kraftübungen, Passspiel und Spielformen zusammen. Im Anschluss folgte ein gemeinsames Kochen und die Vorbereitung auf das Testspiel gegen Grün-Weiß Ilsenburg II (Landesklasse 4). Die Gastgeber starteten gut ins Spiel und wurden durch lange Diagonalbälle immer wieder gefährlich. In der 13. Minute folgte ein Angriff genau diesem Muster. Eine Ablage an die Strafraumgrenze später hieß es 0:1 aus SVE-Sicht. Im Anschluss gestaltete sich das Spiel offener, die Eintracht fand besser ins Spiel und kombinierte sich mit gepflegtem Kurzpassspiel nach vorn. So kamen Justin Schaffrath und Moritz Sens gefährlich zum Abschluss, konnten aber den Ilsenburger Keeper nicht bezwingen. Auf der anderen Seite konnte sich Keeper Max Bellach auszeichnen und gefährliche Abschlüsse parieren.

Die Anfangsphase der zweiten Halbzeit begannen beide Mannschaften abwartend. Erst in der 60. Minute leitete ein Freistoß das 2:0 für Ilsenburg ein. Nach einem Querpass im Strafraum musste Martin Gabel nur noch den Fuß hinhalten. Man merkte den Gommeranern in der Folgezeit die Belastung der Vortage an. Erst recht, nachdem zwei Minuten später nach dem identischen Muster des ersten Gegentreffers mit dem 3:0 die Vorentscheidung folgte. In der Folgezeit ließen es die Ilsenburger etwas ruhiger angehen und Gommern fand wieder besser ins Spiel. Dabei versuchten es Alexander Schellbach und Benno Adelheim aus der Distanz, beide trafen jedoch nur das Aluminium. Gommerns Neuzugang Kevin Vietmeyer kam nach einem Eckball ebenfalls gefährlich zum Abschluss, doch der Ball verfehlte das Ziel.

So blieb die Eintracht über das gesamte Spiel bemüht und kombinierte sich regelmäßig gut nach vorn, konnte sich aber nicht mit einem Tor belohnen. Fünf Minuten vor Ende unterschätze Bellach einen langen Ball, Martin Enigk schob für die Gastgeber zum 4:0-Endstand ein. In der Höhe fiel das Ergebnis gewiss um ein bis zwei Tore zu hoch aus, wobei auch ein Ehrentreffer der Gäste verdient gewesen wäre. Dennoch bleibt unterm Strich festzuhalten, dass das Wochenende sein Ziel nicht verfehlt hat. Ein Trainingslager, in dem die Eintracht gereift ist und sich im Gegensatz zu manchem Testspielauftritt in der Vergangenheit wieder als Mannschaft präsentiert hat, stimmten Trainer Sprengler zuversichtlich für künftige Aufgaben. Die Gommeraner richteten abschließend ein Dankeschön an die Ilsenburger, welche dem SVE die Möglichkeit zu zwei intensiven Trainingstagen ermöglichten und ein rundherum guter Gastgeber waren.