Fußball

Remis nach Corona-Wettkampfpause für den SSV Gardelegen

Es wurde wirklich Zeit – und wie.

Von Thomas Koepke

Gardelegen - Nach gut acht Monaten Spielpause bekamen die wenigen Zuschauer auf der Gardelegener Rieselwiese endlich mal wieder ein echtes Fußballspiel zu sehen. Am Ende trennten sich Gastgeber SSV 80 Gardelegen und der Magdeburger SC Preussen leistungsgerecht 2:2 (1:1)-unentschieden.

Und am Ende war das Ergebnis zwar nicht vollkommen egal, aber zumindest zweitrangig. Vielmehr ging es beiden Teams darum, überhaupt einmal wieder nach der langen Pause einen Fuß auf den Rasen zu bekommen.

Unterschwellig spielte beim MSC Preussen auch immer die Tatsache mit, dass es für sie vor dem Sportgericht noch um einen Platz in der Verbandsliga geht. Zuletzt hatten sie Berufung eingelegt, als der FSA entschieden hatte, die Landeshauptstädter doch nicht aufsteigen zu lassen (Volksstimme berichtete).

Solche Sorgen hatten die Gardelegener indes nicht. Sie freuten sich vielmehr, dass gleich vier der fünf feststehenden Neuzugänge am Sonnabend auch schon mitwirken konnten, wobei Fabian Ehricke und Ramon Schröder auch ihre Chance von Beginn an bekamen. Dagegen sollten Vincent Lüppken und Stefan Heuer in der zweiten Hällfte zu ihren Einsätzen kommen. Erik Lehmann fehlte noch im Kader.

Eine kleine Sorge gab es dann aber doch noch. Abwehrchef Xaver Dan Haak verletzte sich im Donnerstagstraining an der Wade, machte sich immerhin auch warm, brach dann aber ab und konnte im Test nicht mitwirken.

Bei hochsommerlichen Temperaturen entwickelte sich schnell ein ansehnlicher Kick mit zunächst leichten Feldvorteilen für die Preussen, die eingespielter und auch etwas sicherer im Ballvortrag wirkten. Es dauerte auch nicht lange, da klingelte es im SSV-Kasten. Nachdem die SSV-Abwehr das Leder nicht souverän genug klären konnte, war Torjäger Daniel Stridde zur Stelle und traf zur frühen Führung für den MSC – 0:1 (4.).

Daniel Stridde trifft zum 0:1 für die Magdeburger

Allerdings steckte der Verbandsligist den Rückstand ganz ordentlich weg, denn nur eine Viertelstunde später durften die Platzherren jubeln. Nach einem Ballgewinn von Clemens Berlin wurde Kapitän Florian Scheinert auf der linken Seite gut freigespielt. Der brachte das Leder mit Schmackes in die Box, wo Sascha Gütte schnell schaltete und sich das 1:1 nicht nehmen ließ.

Zuvor hatte Hardy Wolf die wohl größte Chance des Spiels. Preussen-Keeper Steven Ebeling war für einen Klärungsversuch viel zu weit aus seinem Kasten geeilt. Allerdings zielte Wolf nicht genau genug.

Jedoch blieben auch die Gäste aus der Landeshauptstadt auch nach dem 1:1 immer gefährlich. Vor allem Stridde war kaum zu halten. Zunächst scheiterte der Torjäger nach knapp 30 Minuten freistehend am langen Pfosten, und nur vier Minuten später schoss er aussichtsreich an selbigem vorbei (33.). Das hätte gut und gern auch das 2:1 für die Gäste sein können.

Den Schlusspunkt in Halbzeit eins setzte dann wieder Sascha Gütte. Er war frei durch, scheiterte aber an Ebeling. So ging es mit dem gerechten 1:1 in die Halbzeitpause.

Nach dieser wechselten beide Teams kräftig durch und SSV-Coach Scheinert unter anderem Neuzugang Stefan Heuer ein. Der sollte auch gleich im Blickpunkt stehen – und wie. Nach einem Ballgewinn von Berlin, der anschließend den ebenfalls eingewechselten Steven Beck auf die Reise schickte, war Heuer in absoluter Mittelstürmer-Manier zur Stelle, ließ die scharfe Flanke von Beck einfach über den Schuh rutschen und erzielte so das 2:1 für die Gardelegener Männer.

Zuvor hatte der SSV aber Glück, dass Streißenberger vor seinem vermeintlichen Treffer zum 1:2 (52.) im SSV-16er die Hand zur Hilfe genommen haben soll.

Die Platzherren bekamen nun – nach der eigenen Führung – auch Oberwasser und durch Frank Fehse auch mehr Stabilität ins defensive Mittelfeld. Allerdings verpassten sie es, nachzulegen. Die beste Gelegenheit versiebte Michel Bergener, als er im Eins-gegen-Eins an Ebeling scheiterte (77.).

So kam es wie es kommen musste. In Minute 88 erwischten Steven Beck im eigenen 16er Preussens Patrick Appel am Fuß – Elfmeter. Den verwandelte dann Tim Schaarschmidt sicher zum 2:2-Endstand in dieser Partie.

Magdeburgs Coach Torsten Marks pushte seine Jungs immer wieder am Spielfeldrand und hatte damit auch Erfolg. Es hieß am Ende 2:2.
Magdeburgs Coach Torsten Marks pushte seine Jungs immer wieder am Spielfeldrand und hatte damit auch Erfolg. Es hieß am Ende 2:2.
Foto: Thomas Koepke