Leichtathletik: Robin Meyer unterbietet persönliche Bestzeit / Hoffnung auf weitere Wettbewerbe

Normen für die Deutschen Meisterschaften

Gleich drei Normen für die Deutschen Meisterschaften konnte die Gruppe von Kader-Athleten des Haldensleber Sportclubs (HSC) im heimischen Waldstadion verbuchen.

Von Hartmut Baethge und Stefan Rühling

Haldensleben - In der Altersklasse U20 konnte sich Anna Lena Piele steigern und übertraf die für die Deutsche Meisterschaft erforderliche Norm mit dem Diskus. Sie kam auf eine Weite von 41,85 Metern. Damit hat sie ihr Ticket gelöst und kann sich nun intensiv auf die Titelkämpfe, die Ende Juli in Rostock stattfinden sollen, vorbereiten.

Vor ihrer Premiere bei den Deutschen Meisterschaften steht Nele Strauß. In der Altersklasse W15 erzielte sie mit dem Speer einen Wurf über 40,12 Meter. Sie nutzte zudem die einmalige Gelegenheit und übertraf beim Weitsprung die notwendige Zusatzleistung (B-Norm) mit 4,54 Metern. Nicht ganz zufrieden war die 14-Jährige Darlene Prignitz. Wie die beiden anderen Mädchen Schützling von Trainer Thomas Döde, haderte sie mit ihrem Speerwurf von 28,5 Metern. Hier gab es doch einige technische Probleme. Besser lief es bei ihr im Weitsprung, wo sie starke 4,51 Meter erzielen konnte.

Auf dem Rundkurs des Waldstadions begann der Wettkampf mit einem 800-Meter-Lauf der Trainingsgruppe von Übungs- und Abteilungsleiter Hartmut Baethge. Mit Lenard Gewalt, Clara Schiller, Robin Meyer und Darleen Osinsky gingen die derzeit stärksten Mittelstreckler des Haldensleber SC an den Start. Gewalt, der bedingt durch die Abiturprüfungen einen geringen Trainingsrückstand hat, konnte im Vorjahr mit einer tollen 1:58 er Zeit bei den Deutschen Meisterschaften in Heilbronn an den Start gehen. Am Sonnabend stellte er sich voll in den Dienst des Teams. Als Pacemaker zog er die anderen mit und verhalf ihnen zu prima Zeiten. So blieb die Uhr für Clara Schiller bei ausgezeichneten 2:17,17 Minuten stehen. Sie unterbot die Norm für die Deutsche Meisterschaft um fast vier Sekunden und steht nun zunächst auf Rang eins der Deutschen Bestenliste.

In 2:19,50 Minuten unterbot Robin Meyer seine bisherige Bestzeit um satte sechs Sekunden. Es ist für ihn der Sprung in eine neue Region. Nur ganz knapp verfehlte Darleen Osinsky mit 2:31,34 Minuten ihre Bestzeit. Für die drei war es der erste Wettkampflauf nach fast zehn Monaten. Für Schiller galt es zugleich noch die B-Norm abzuliefern. Über 300 Metern musste sie unter 46 Sekunden bleiben. Begleitet von Osinsky kam sie nach einem furiosen Lauf auf tolle 43,16 Sekunden. Beflügelt von diesem Ergebnis landete Clara Schiller auch beim Weitsprung mit 5,01 Metern eine neue Bestmarke.

Dies war gleichbedeutend mit der Erfüllung einer weiteren B-Norm für die Deutschen Meisterschaften am 4. und 5. September in Hannover. Eine persönliche Bestleistung gab es in dieser Disziplin mit 4,36 Metern für Darleen Osinsky. In Summe war die Einheit also mehr als gelungen. Die jungen Leichtathleten des Haldensleber SC fuhren eine gute Ausbeute an Resultaten ein. Diese Möglichkeit, Wettkämpfe zu bestreiten, ist sicher gewöhnungsbedürftig. Aber überhaupt Wettkämpfe zu haben, ist gerade im Moment eine wichtige Angelegenheit auch für alle anderen Aktiven.

Die Saison-Höhepunkte für 2021 hat der Leichtathletikverband aufgrund der allgemeinen Lage bereits nach hinten verschoben. So werden die Landesmeisterschaften im Block-Wettkampf voraussichtlich am 3. und 4. Juli stattfinden. Eine Woche später steigen dann die Landesmeisterschaften in den Einzeldisziplinen in Dessau und am 17. Juli werden die Mitteldeutschen Meisterschaften der Altersklasse U16 in Haldensleben stattfinden. Auf diese Höhepunkte bereiten sich die Aktiven in der Hoffnung vor, dass sie auch stattfinden.