Reitsport

Silberne Schleife für Jäger

Beim Reit- und Fahrverein Westeregeln herrschte am vergangenen Wochenende reges Treiben.

Von Tobias Zschäpe und Stefan Rühling
Sandra Kunst (Ausleben) ging  mit ihrem Pferd Lets Dance an den Start.
Sandra Kunst (Ausleben) ging mit ihrem Pferd Lets Dance an den Start. Foto: Tobias Zschäpe

Westeregeln - Der RFV lud zum diesjährigen Dressurturnier ein und stieß damit bei zahlreichen Reitern – egal ob jung oder alt – auf reges Interesse.

Die Dressurreiter konnten es am vergangenen Wochenende kaum erwarten, endlich wieder für Wettkämpfe in den Sattel zu steigen. Viel zu lange war dies in den zurückliegenden Monaten nicht möglich und so überraschte die Zahl von 500 Nennungen, welche Andrea Ackermann, Vereinsvorsitzende des RFV Westeregeln, vor dem Turnierauftakt am vergangenen Sonnabend verkünden konnte, wenig.

Entsprechend genau wurde folglich aber auch auf die Einhaltung der weiter gültigen Hygieneregeln geachtet. In der Meldestelle beziehungsweise beim Abholen der Preisgelder war das Tragen einer Maske Pflicht. Auf dem Gelände konnten sich die Teilnehmer sowie Mitglieder des Organisationsteams zum Großteil ohne Maske bewegen – was angesichts der hochsommerlichen Temperaturen sicher kein Nachteil war.

Nur kurze, schattige Zeiten

Schon am Vormittag des ersten Veranstaltungstages war abzusehen, wie anstrengend die Teilnahme nicht nur auf Grund der langen Wettkampfpause, sondern auch und vor allem auf Grund der äußeren Bedingungen werden würde. „Immerhin schiebt sich heute – anders als gestern noch – ab und zu mal eine Wolke vor die Sonne“, freute sich Ackermann bereits am Sonnabend über die kurzen schattigen Zeiten.

Am besten wegstecken konnte die Hitze offensichtlich Patricia Munz vom RV Eichkamp Berlin. Sie sicherte sich fünf goldene Schleifen, eine silberne und zwei bronzene. Zudem konnte sie einen fünften Platz in ihrer Vita verbuchen. Etwas weniger erfolgreich verlief der Auftritt hingegen diesmal für die Lokalmatadorinnen des gastgebenden RFV Westeregeln. Isabell Schmidt verpasste bei der geschlossenen Dressurprüfung der Klasse L* (Trab) als Vierte knapp die Podestplätze. Lotta Woldt beim Führzügel-Wettbewerb und Phoebe Ziegler beim Reiter-Wettbewerb Schritt – Trab – Galopp sicherten sich jeweils den zweiten Platz. Doch das Ergebnis überraschte Vereinschefin Ackermann nicht. „Wir sind in Westeregeln eher Springer, als Dressurreiter“, erklärte sie lachend.

Turnierwochenende letztlich voller Erfolg

Mit Manuela Jäger (Rang zwei) und Annemarie Matziol (Rang drei) gingen auch zwei Podest-Plätze in die Börde. Darüber hinaus erzielte Any Hamann gute Ergebnisse.

Letztlich waren die Platzierungen – wie so oft dieser Tage – aber zweitrangig. Insbesondere bei den Organisatoren überwog die Freude, dass auch das zweite Turnierwochenende in Folge ein voller Erfolg war. Einen ähnlich reibungslosen Ablauf erhoffen sich die Westeregelner Reiterinnen und Reiter auch beim Springturnier in genau einem Monat, vom 23. bis 25. Juli. Dann können sich ganz sicher auch die einheimischen Starter wieder auszeichnen.