Fußball

Ellings Freistoß der Höhepunkt

Im Altmark-Strom-Pokalwettbewerb der Stadtwerke Stendal hat sich der Rossauer SV (Landesklasse) beim Kreisoberligisten Germania Klietz 3:1 (2:0) durchgesetzt.

Von Frank Kowar 06.09.2021, 08:29
Heftiger Zweikampf zwischen Rossaus Danny Glombitza (links) und Patrick Blümner (Klietz). Schiri Christian Braun entschied nach dieser Szene auf Freistoß für die Gäste.
Heftiger Zweikampf zwischen Rossaus Danny Glombitza (links) und Patrick Blümner (Klietz). Schiri Christian Braun entschied nach dieser Szene auf Freistoß für die Gäste. Foto: Frank Kowar

Klietz - Beide Mannschaften hatten erhebliche Besetzungssorgen, so dass Reservisten aushelfen mussten. Die Gäste reisten sogar nur mit elf Akteuren an, nur Trainer Christian Schulze stand im Notfall, der aber nicht eingetreten ist, zur Verfügung.

Meistens hatten wir im Spiel unsere Ordnung. Ich denke, wir haben das taktisch ganz gut gemacht.

Christian Schulze, Trainer Rossauer SV

Dennoch erwischten die Rossauer den besseren Start. Von Beginn an drängten sie auf eine schnelle Führung. Nach mehreren Versuchen war es schließlich Danny Glombitza, der den Ball über die Linie bugsierte – 0:1 (17.). Wenig später war Glombitza erneut erfolgreich, aber seinem Treffer wurde die Anerkennung versagt (Abseits). „Niemals“, schrie er wutentbrannt über das Feld. Dennoch drängte der Gast weiter auf den zweiten Treffer. Langsam erwachten aber auch die Platzherren und wurden etwas mutiger. Florian Hochheim hatte die erste Germania-Chance, scheiterte aber knapp.

Als sich Klietz weiter dem gegnerischen Tor annäherte, schlug Rossau eiskalt zurück. Wieder setzte sich der umtriebige Glombitza auf der linken Seite durch. Seine Flanke veredelte Martin Rückriem zum 0:2. (41.) Es war ein Treffer zum für die Rossauer richtigen Zeitpunkt. „Wir haben gut begonnen, aber dann haben die Abstände nicht mehr gestimmt“, sagte Rossaus Trainer Christian Schulze zur Pause.

Nach dem Wechsel legten die Gastgeber nach einigen Umstellungen einen weiteren Zahn zu. Sie wollten die Partie noch einmal spannend machen – und hatten dabei gleich Erfolg. In der 46. Minute verkürzte Florian Hochheim auf 1:2.

Danach bekamen die Platzherren Oberwasser, hatten ein kleines Übergewicht im Mittelfeld, aber kaum dicke Chancen. Justin-Paul Neumann (Schulze: „Der hat zuletzt in der Jugend im Tor gestanden“) machte einen guten Job und verhinderte den Ausgleich.

Für den Höhepunkt der Partie sorgte schließlich Fabian Elling per Freistoß. Aus etwa 20 Metern zirkelte er den Ball über die Mauer genau ins obere Toreck. Unhaltbar.

Rossau führte 3:1 und hatte nach einer kleinen Durststrecke wieder alles im Griff. Die Gastgeber steckten dennoch nicht auf und bekamen durch Patrick Blümner, Dustin Albert und Hochheim noch Gelegenheiten zum Anschlusstreffer, aber am Ende blieb es beim 1:3. Rossau ist eine Runde weiter.

„Meistens hatten wir im Spiel unsere Ordnung. Ich denke, wir haben das taktisch ganz gut gemacht. Wir hatten zwei, drei kleine Wackler in der zweiten Halbzeit, aber viel haben wir nicht zugelassen. Fällt noch ein Gegentor, dann wird es vielleicht noch einmal eng“, analysierte Schulze die Partie.

Statistik:

SV Germania Klietz: Glauer - Ulrich, Menzel (66. Milkowski), Blümner, Hochheim, Faltis, Lüdtke, Schulenburg, Liermann, Kage (46. Olbert), Kertz.

Rossauer SV: Neumann - Falk, Huth, Becker, Feger, Elling, Rückriem, Glombitza, Schulz, Schmitz, Meyer.

Schiedsrichter: Christian Braun - Zuschauer: 32

Tore: 0:1 Danny Glombitza (18.), 0:2 Martin Rückriem (41.), 1:2 Florian Hochheim (46.), 1:3 Fabian Elling (63.).

Die Klietzer Mauer steht. Oder doch nicht?    Rossaus Fabian Elling schoss den Ball über die Mauer zum 1:3.
Die Klietzer Mauer steht. Oder doch nicht? Rossaus Fabian Elling schoss den Ball über die Mauer zum 1:3.
Foto: Frank Kowar