Fußball

John Ziesmann hält den ersten Punkt für Lok Stendal fest

Der 1. FC Lok Stendal hat den ersten Punkt der neuen Saison geholt.

Von Thomas Wartmann
Lukas Pfeiffer hat es hier mit Schwerins Abwehrfels Hennig Leu zu tun. Torschütze Angelos Ntais beobachtet die Szene.
Lukas Pfeiffer hat es hier mit Schwerins Abwehrfels Hennig Leu zu tun. Torschütze Angelos Ntais beobachtet die Szene. Foto: Thomas Wartmann

Stendal - Gegen den FC Mecklenburg Schwerin schafften die Stendaler ein verdientes, am Ende aber etwas glückliches 2:2-Remis.

Bevor das Spiel begann, machte die Nachricht von der Verpflichtung des 23-jährigen Mateusz Zlotogorski die Runde und sorgte für gute Stimmung. Wenig später machten das die Lok-Kicker auf dem Platz. Nach ausgeglichener Anfangsphase nagelte Angelos Ntais einen zu kurz abgewehrten Ball aus 16 Metern in die Maschen (14. Minute).

Wie unerfahren seine Mannschaft ist, so sagte es Trainer Jörn Schulz nach dem Spiel auch in der Pressekonferenz, zeigte sich umgehend. Praktisch mit dem nächsten Angriff, mitten in die noch brodelnde Freude der Stendaler hinein, setzten die Gäste einen guten Spielzug und glichen umgehend aus.

Kurz vor der Pause erhöhten die Gäste nach einem schönen Konter sogar auf 2:1 (44.). „Daran kann eine junge Mannschaft wie wir sie haben zerbrechen, aber wir sind weiter marschiert“, zeigte sich Schulz nach dem Spiel stolz auf seine Truppe.

Den Lohn für das Weitermarschieren strichen die Stendaler dann auch verdient ein. Nach einem Freistoß kam Felix Knoblich aus dem Hinterraum zum Schuss.

Ein Abwehrbein fälschte den Ball noch unhaltbar ab - der Schiedsrichter wertete den Treffer später als Eigentor – aber er zappelte im Netz. Da war der Jubel im Hölzchen das zweite Mal an diesem Nachmittag groß. Und zum zweiten Mal hielt er nicht lange. Bei einem unmittelbar folgenden Angriff brachte John Ziesmann beim Klärungsversuch Schwerins Torschützen zum 1:1 Thorben Wurr im Strafraum zu Fall. Tino Witkowski legte sich den Ball auf den Punkt und schoss gar nicht so schlecht. Doch Ziesmann war in der richtigen Ecke und klärte ins Toraus.

Das kollektive Steinefallen war im Hölzchen förmlich zu hören. Ab da war dann aber noch gut eine halbe Stunde zu spielen. Und diese 30 Minuten verlangten den Stendalern alles ab. „Wir können von der Bank zur Zeit nicht viel bringen. Da waren die letzten 20 Minuten heute schon ein Krampf“, brachte es Kapitän Johannes Mahrhold nach dem Spiel auf den Punkt.

Die Lok-Kicker beschränkten sich in dieser Phase auf die Verteidigung. Maurice Schmidt, der von der rechten Verteidigerposition in den Sturm gerückt war, konnte nur für wenig Entlastung sorgen. Auf der Gegenseite klärte Ziesmann im Zurücklaufen einen gelupften Ball und wenig später trafen die Gäste noch das Quergebälk. In dieser Phase hatten die Platzherren das Glück des Tüchtigen.

Dann war pünktlich Schluss und über den Pfiff freuten sich die Stendaler deutlich mehr, als die Gäste, die hier gern einen Dreier verbucht hätten.

So sagte Schwerins Trainer Stefan Lau auch nach dem Spiel: „Es wäre nicht unverdient gewesen, wenn wir hier gewonnen hätten.“ Am Ende konnten mit dem Punkt aber alle leben.

Für die Stendaler geht es in einer Woche mit dem Punktspiel beim CFC Hertha 06 in Berlin weiter. Das nächste Heimspiel findet dann schon am Mittwoch, 18. August um 18.30 Uhr, gegen den Brandenburger SC Süd statt.

Tore: 1:0 Angelos Ntais (14.), 1:1 Thorben Wurr (15.), 1:2 Marvin Finkenstein (44.), 2:2 Henning Leu (58. / Eigentor).

FC Mecklenburg Schwerin: Böttcher - Gstettner, Leu, H. Wurr, Cunrady, Ewert, Finkenstein (67. Kullak), Pekgür, Witkowski, Zapel (82. Borchardt), T. Wurr (82. Lachnitt).

Schiedsrichter: Florian Lukawski (Post SV Zehlendorf).

Zuschauer: 365.