Tennis: Stendaler Tennisverein vom MDR im Trainingsbetrieb begleitet / Mitgliedergewinnung steht im Fokus

Kurse für Neueinsteiger bei der SG Einheit

Sprechen Sportinteressierte über den Tennissport, dann kommen sie in Sachsen-Anhalt nicht an der SG Einheit Stendal vorbei.

Von Uwe Meyer
Amy Marscheider bei einer Trainingseinheit am Netz
Amy Marscheider bei einer Trainingseinheit am Netz Uwe Meyer

Stendal - Zu diesen zählt auch Amy Marscheider. Die junge Steinfelderin macht gerade ihr Abitur und wird in der zweiten Jahreshälfte ins Berufsleben starten.

Doch Corona ist auch nicht spurlos an Amy Marscheider, die eigentlich in der Deutschen Rangliste geführt wird, vorbei gegangen. Durch die Pandemie fielen im letzten Jahr viele Turniere aus. Ich möchte mit meiner Mannschaft die Punktspiele gut abschließen. Dann wieder in die Rangliste reinkommen. Schade, dass sich die Serie nach hinten zieht. Dies ist aber auch ein Vorteil. So kann man mehr trainieren.

Amy MarscheiderDazu kamen Verletzungen und Abiturvorbereitungen, so dass Amy Marscheider derzeit nicht in der Liste geführt wird. Dies soll sich aber in den nächsten Wochen und Monaten ändern. „Ich bin top fit wie noch nie“, meinte Amy Marscheider am Montagabend freudestrahlend in die Kamera. Ein Fernsehteam hatte sich auf der Anlage der SG Einheit Stendal eingefunden, um über die junge Spielerin, den Verein und über den Tennissport allgemein einen Bericht aufzuzeichnen.

Amy Marscheider, die zweimal die Woche mit A-Trainer Joachim Gersdorf trainiert, zudem sich noch zu Trainingsmatches verabredet, hat sich in den letzten Wochen mit Joggen, Krafttraining oder Fahrrad fahren in Form gebracht. „Im Sommer bin ich fast jeden Tag auf dem Platz“, so Marscheider.

Als Spielerin kehrte sie ebenfalls zu Einheit Stendal zurück und wird im Punktekampf an Nummer eins in der Damen-Landesoberliga angreifen.

Seit 15 Jahren spielt Amy Marscheider bereits Tennis. Die nächsten Monate werden zeigen, wo es mit der sportlichen Laufbahn der jungen Altmärkerin hingeht.

Ihr Heimatverein ist auf jeden Fall für das neue Spieljahr im Freien gut gerüstet. Insgesamt 22 Mannschaften sind für die Serie gemeldet. Seit Mitte April sind die Plätze der SG Einheit bespielbar. Eigentlich packen da auch immer die zahlreichen Mitglieder der SG Einheit mit an.

„Durch die hohe Inzidenz war ja nicht Mal ein Arbeitseinsatz möglich. Wir sind erstmal froh, dass wir trainieren und spielen können. Bei den Planungen für die Turniere im weiteren Verlauf des Jahres muss man erstmal abwarten, was passiert“, äußerte sich Vereinschef Detlef Hundt.

Auch die Altmärker haben etwas mit Mitgliederschwund zu kämpfen, steuern aber dagegen und bieten jetzt Kurse für Neueinsteiger an. Einer geht bereits an diesem Freitag los. Beginn ist um 18 Uhr.

Die weiteren Termine sind auch freitags 21. und 28. Mai sowie am 4. Juni. Ein zweiter Kurs findet immer dienstags statt. Hier ist auch jeweils 18?Uhr der Beginn. Die Daten sind 25. Mai sowie 1., 8. und 15.?Juni. Die Kosten betragen 25 Euro pro Person. Schläger und Bälle werden gestellt.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Ansprechpartner dazu sind Axel Achilles unter der Telefonnummer (0173)?3448117 oder per Mail unter axe-achill@t-online.de sowie Anke Thiermann unter (0172)?7098991. Die Kurse werden unter Einhaltung der aktuellen Eindämmungsverordnung eingehalten. Bei diesem Punkt ist die SG Einheit durchaus Vorbild. Jeder der das Gelände betritt, trägt sich in eine Liste ein. Und es kann jederzeit verfolgt werden, wer oder wo welche Akteure auf den jeweiligen Plätzen der Anlage aktiv waren. Am Montag war auch Maximilian Pefestorff als Vizepräsident und Ressortleiter Sport vom Tennisverband (TSA) vor Ort im Tennispark. Er hatte, erstmal was den Saisonstart angeht, keine so gute Nachricht.

„Wir hätten gern nach Pfingsten los gelegt mit dem Punktspielbetrieb. Doch die Lage gibt dies nicht her.“ Nun hofft man beim TSA das es Mitte Juni losgehen kann. Beim Verband hofft man dann auch, dass die Zahlen so weit runter sind, das auch Doppel gespielt werden können. Im Vorjahr gab es eine Art Übergangssaison. Doch mit so einer Lösung wollen sich die Verantwortlichen diesmal nicht zufriedengeben. „Unsere Mitglieder wollen sich messen. Und zum Mannschaftswettbewerb gehören auch die Doppel. Wir stehen im Kontakt mit dem Landessportbund. Wissen aber auch, dass es keine Sicherheit gibt. Die Gremien beim TSA und auch die Kooperation mit dem LSB laufen super. So waren wir uns auch einstimmig einig, dass derzeit keine Punktspiele möglich sind,“ so Pefestorff. Wir wollen uns nicht als Gewinner sehen, sondern als willkommene Alternative. Wir hoffen jedoch, dass wir Tennis bald im vollen Umfang wieder anbieten können. Dazu gehört das Doppel und eine nachhaltige Perspektive für das Nachwuchstraining.

Maximilian Pefestorff

Der Tennissport zählt ansonsten zu den Gewinnern der Corona-Pandemie. Der LSB hat sehr viele Mitglieder verloren. Doch beim Tennis sind die Zahlen nach oben gegangen. Maximilian Pefestorff meinte dazu: „Wir wollen uns nicht als Gewinner in einer Krise sehen, sondern als willkommene Alternative. Wir hoffen jedoch, dass wir Tennis bald wieder im vollen Umfang anbieten können. Dazu zählt das Doppel und eine nachhaltige Perspektive für das Nachwuchstraining.“ Auch was der Kontakt zu den Vereinen betrifft, ist der Tennisverband gut aufgestellt. „Wir haben viel digitalisiert. So haben wir in den vergangenen Monaten 14 Onlineseminare durchgeführt“, äußerte sich Pefestorff weiter.

Der Tennisverband und auch die Vereine hoffen nun, dass es bald mit den Punktspielen losgehen kann. Und auch bei der SG Einheit Stendal bleibt man am Ball, nutzt die augenblickliche Zeit zum Trainieren, um für den Start gewappnet zu sein.