Handball

SG Seehausen erweist sich als ausgebuffter

Verbandsliga Nord: HV Lok Stendal – SG Seehausen 23:27 (8:11)

Von Wolfgang Seibicke 05.10.2021, 06:57
Stendals Tom Schumann (rechts) muss den Seehäuser Christoph Wagener ziehen lassen.
Stendals Tom Schumann (rechts) muss den Seehäuser Christoph Wagener ziehen lassen. Foto: Uwe Meyer

Stendal - Am 3. Spieltag der Handball-Verbandsliga Nord haben die Männer der SG Seehausen in Stendal ihren zweiten Derby-Erfolg gefeiert.

Nach dem sehr knappen Heimsieg über die HSG Osterburg hieß es am Sonntagnachmittag in der Stendaler Sporthalle Schillerstraße 27:23 für die Wischestädter. Damit haben sie bislang eine weiße Weste.

Zu Beginn der Partie in der Kreisstadt war zu sehen, wie nervös die beiden Teams in dieses Match gingen. In den ersten Minuten wurden auf beiden Seiten mehrfach allerbeste Torchancen teilweise kläglich vergeben. Der „Chancentod“ ging um. Stendals Robert Stephan stoppte das verrückte Treiben nach knapp fünf Spielminuten mit dem ersten Treffer.

Fortan gab es vermehrt Torerfolge. Zunächst verzeichnete der Gastgeber darin ein kleines Plus, doch nach der ersten Führung für die „Nordlichter“ (Daniel Cornehl zum 3:4) fanden sich die Gäste immer besser zurecht. Auch weil die Stendaler im Angriff teilweise konfus wirkten. Nach 21 Minuten lautete der Spielstand 5:9, zur Halbzeit hieß es 8:11.

In der 32. Minute war ein 9:13 zu verzeichnen. Zwar war aufseiten der Stendaler vor allem Tom Schumann ein Torgarant, doch Seehausens Mannschaft konnte sich in der Folge weiter absetzen. Alexander Söhnel markierte in der 49. Minute das 12:18. Als es 14:21 (Noah Bertram) hieß, war die Partie für die meisten Besucher gelaufen.

Doch die Stendaler hatten ihr Pulver noch nicht verschossen. Weil Seehausen in der Schlussphase unerwartet viele Fehler machte, kamen die Gastgeber heran. Besonders der junge Christian Rebinski fasste sich ein Herz und markierte in diesem Abschnitt fünf Treffer. Zudem erwies sich der eingewechselte Keeper Justin Schulz als echter Fels in der Brandung.

Die Kreisstädter kamen auf 22:24 (58.) heran, doch im Schlussgang erwies sich die Gästemannschaft als ausgebuffter und sicherte sich im zweiten Kreisderby den zweiten Sieg sowie ein Punktverhältnis von 4:0.

Statistik:

HV Lok Stendal: Vogel, Schulz - Schumann 9, Gercke 1, Torge, Dreblow 5, Stephan 3, Berg, Wirtz, Görnemann 1, Grimmer, Täger 1, Ryssmann, Elsner 3. Siebenmeter: 6/6, 4 x Zweiminuten.

SG Seehausen: Nöring, Helge - Mittag 2, Philipp, Bertram 7, Cornehl 5, O. Wille 1, Walenciak, Ch. Söhnel 2, F. Wille, A. Söhnel 7, Wagener 3.

Siebenmeter: 3/3, 2 x Zweiminuten.