Classic-Kegeln

Daniel Aubelj nun „Vollzeitkraft“ beim SKV Rot-Weiß Zerbst

Die Spitzenkegler vom SKV Rot Weiß Zerbst können sich über zwei Neuzugänge freuen. Zudem steht Daniel Aubelj zukünftig als „Vollzeitkraft“ für die Zerbster bereit.

Daniel Aubelj, der bisher für zwei Clubs, den VKC Eppelheim und den SKV Rot Weiß Zerbst, gespielt hatte, will nun nur noch im Dress der Zerbster voll angreifen.
Daniel Aubelj, der bisher für zwei Clubs, den VKC Eppelheim und den SKV Rot Weiß Zerbst, gespielt hatte, will nun nur noch im Dress der Zerbster voll angreifen. Fotos: Sport Print Zander

Simone ZanderZerbst - „Ich mache in Zerbst komplett weiter“, sagte der 29-Jährige. „Da der VKC wieder zum DKBC in die 120-Wurf-Liga gewechselt ist, kann ich gar nicht mehr doppelt spielen.“

Dass sich der Aufwand für ihn deshalb reduziert, das denkt er nicht. „Dadurch, dass ich nun in der Regel bei Zerbst immer dabei bin, wird es eher mehr. Es gibt natürlich viel mehr Auswärtsspiele, auch die Heimspiele sind für mich persönlich ja ’auswärts’, als mit Eppelheim“.

Doch den Mehraufwand nimmt der Steuerfachangestellte „gern in Kauf“. „Es macht mir mit den Jungs ja auch Spaß. Es ist eine gute junge Truppe und wir wollen ja auch noch etwas erreichen.“

So hat der in Neulußheim Wohnende auch konkrete Ziele: „Ich möchte über die 120 Wurf noch einmal richtig angreifen. Denn für mich war das Hin und Her zwischen den 200 und 120 Wurf auch nicht immer so einfach. Das fing beim Training schon an. Ich musste immer überlegen, ob ich 120 oder 200 Wurf trainiere. Von daher möchte ich mich richtig reinknien. Es ist ja doch ein ganz anderes System und eine Umstellung, denn man muss von Anfang an voll dabei sein, auch mental“, findet er.

Bei Einsätzen stets überzeugt

Dass er es kann, hat der Weltpokalsieger schon oft bewiesen. Er hat bei seinen Einsätzen stets überzeugt.

Jetzt steht für die Zerbster noch das Finalturnier der Champions League an. Da möchte Daniel Aubelj mit seiner Mannschaft „schon gewinnen, das ist klar“. „Es ist schon ein Stück weit ein Nachteil, weil die anderen Mannschaften ihre Runde gespielt haben und wir seit Oktober keinen richtigen Wettkampf hatten und teilweise auch lange nicht trainieren konnten. Aber wir wollen dort auf jeden Fall gewinnen“, ist er optimistisch.

Auch, dass bis dato keine Vorbereitungsspiele möglich waren, sieht er als einen „Nachteil“ an. „Wettkampfhärte ist doch etwas anderes als Training. Ich denke aber, dass wir in den kommenden vier Wochen noch das eine oder andere Freundschaftsspiel machen können. Das wird uns auf jeden Fall helfen. Wir sind aber auch so gut gerüstet, um den Titel an Land zu ziehen.“

Szeged von der Besetzung her eine harte Nuss

Als größten Konkurrenten sieht er die Ungarn aus Szeged. „Szeged ist von der Besetzung her eine harte Nuss, denke ich. Aber im Weltpokal hatten wir gegen sie auch gespielt und deutlich gewonnen.“

Es ist zu hoffen, dass so ein Sieg erneut möglich ist. Doch erst einmal müssen die Rot-Weißen die Kroaten von Mertojak Split im anstehenden Halbfinale am 26. Juni (Start: 14 Uhr) aus dem Weg räumen. Szeged misst sich im ersten Halbfinale bereits ab 10 Uhr mit KK Zapresic. Dann wird man sehen, ob Zerbst und Szeged aufeinandertreffen und um welche Medaille es dann geht.