Melbourne (dpa) - Daniel Ricciardo hat schon eine Idee, wie er mit seinen Fans den ersten Sieg eines Australiers beim Heimrennen feiern könnte. Irgendwas Verrücktes.

"Es wäre großartig, wenn das ganze Publikum einen Schuh in die Luft halten und dann eine ganze Runde in Unterwäsche um die Strecke laufen würde", zitierte die australische Zeitung "Herald Sun" den 28 Jahre alten Formel-1-Piloten aus Perth. Vermutlich würde Ricciardo vorneweglaufen.

Ricciardo ist der Gute-Laune-Verbreiter im Fahrerlager. Das breite Grinsen ist ansteckend, für Kollegen, Rivalen und Zuschauer. Und sein "Shoey", der zweifelhafte Genuss des Champagners auf dem Podium aus seinem eigenen Rennschuh, bereits legendär.

Fünf Siege gelangen Ricciardo in seiner Karriere. Das ist recht überschaubar, könnte man sagen. Man könnte aber auch betonen, dass Ricciardo nur einer von drei Piloten ist, die es geschafft haben, einen Sieg der seit 2014 so überlegenen Mercedes-Fahrer zu verhindern.

Die anderen beiden waren Sebastian Vettel und Max Verstappen - Ricciardos ehemaliger Mitstreiter bei Red Bull und sein aktueller Stallrivale beim Team von Österreichs Milliardär Dietrich Mateschitz. Ricciardos eigener Vertrag endet nach dieser Saison. Nach seinem Debüt beim Großen Preis von Großbritannien 2011 für den damaligen Rennstall HRT fuhr Ricciardo zwei Jahre für das Red-Bull-Schwester-Team Toro Rosso. Danach stieg er auf, wurde Teamkollege von Vettel, der zuvor vier Titel in Serie gewonnen hatte. Ricciardo schlug den 2014 sieglosen Vettel im direkten Vergleich und feierte drei Rennerfolge.

"Das war nicht toll für mich, aber toll für ihn", sagte Vettel bei der Pressekonferenz zum Großen Preis von Australien. Könnten beide womöglich im kommenden Jahr wieder in einem Team fahren? "Ich bin mir sicher, er wird einen Sitz finden", kommentierte Vettel entsprechende Fragen. Ricciardo will sich mit dem Thema im Moment nicht beschäftigen. "Fragen sie mich in sechs Monaten noch mal", meinte Ricciardo, dessen Vater aus Sizilien stammt.

Jetzt will Daniel Ricciardo aber erstmal sein Heimrennen erfolgreich abschließen. Noch nie schaffte es ein Australier vor heimischer Kulisse unter die Top drei.

2014 wurde Ricciardo der zweite Rang aberkannt. Fünf Stunden nach seiner umjubelten Zieldurchfahrt nahmen die Rennkommissare Ricciardo damals aus der Wertung. Es war mehr Benzin pro Stunde in den Motor geflossen als erlaubt. Im vergangenen Jahr konnte er das Rennen nach einer verkorksten Qualifikation nicht beenden. Die Hymmne habe er auch nicht mitbekommen, weil das Team in der Garage noch am Auto gearbeitet habe, erzählte Ricciardo. Das soll diesmal anders werden.

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