Hohenstein-Ernstthal (dpa) - Dem Motorrad-Grand-Prix auf dem Sachsenring droht eine Verschiebung auf einen späteren Zeitpunkt.

Ursprünglich sollten die WM-Läufe auf dem sächsischen Traditionskurs bei Hohenstein-Ernstthal am Wochenende vom 19. bis 21. Juni stattfinden. Dieser Termin wird allerdings nicht mehr zu halten sein. Hintergrund ist die Entscheidung der Bundesregierung und der Ministerpräsidenten der Länder, dass Großveranstaltungen in Deutschland bis zum 31. August grundsätzlich untersagt bleiben.

Zu den Läufen der Motorrad-Weltmeisterschaft waren im vergangenen Jahr mehr als 200.000 Zuschauer an den Sachsenring gekommen. Der ADAC als Veranstalter, die Dorna als WM-Rechtevermarkter und der Motorrad-Weltverband FIM haben sich bislang noch nicht zu einer Entscheidung für den Großen Preis von Deutschland geäußert. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie wurden weltweit bereits acht MotoGP-Rennen verschoben.

Regeländerungen hat die Grand-Prix-Kommission (GPC) auf das kommende Jahr verschoben. Demnach müssen alle Hersteller und Teams ihre Spezifikationen für Motor und Karosserie bis zum ersten Rennen der nächsten Saison einfrieren. Damit sollen Kosten reduziert und Gleichheit gewahrt werden, teilte die GPC am Sitz der veranstaltenden Dorna in Barcelona mit.

Bisher durften einige Hersteller die Motorhomologisierung während des Jahres ändern und auch pro Saison mehrere Karosserien benutzen. Die Änderungen gelten auch für die unteren Klassen Moto2 und Moto3 – dort aber für die kommenden beiden Saisons.

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