Berlin (dpa) - Maximilian Günther schrie nach der Zieldurchfahrt vor Freude über den Boxenfunk seines Teams BMW i Andretti.

Der 23-Jährige alte Rennfahrer aus Oberstdorf feierte beim Formel-E-Rennen in Berlin seinen zweiten Saisonsieg. Er verwies nach packenden Duellen den Niederländer Robin Frijns mit einem Vorsprung von nur 128 Tausendstelsekunden auf den zweiten Platz. Dritter wurde auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof in Berlin der von der Pole Position gestartete zweimaligen Champion Jean-Eric Vergne.

"Es war bis zum Ende ein intensives Rennen", sagte Günther: "Ich bin unbeschreiblich glücklich, das Heimrennen hier gewonnen zu haben." Nach einer Disqualifikation und einem vorzeitigen Aus bei den beiden bisherigen Rennen beim Mammutfinale in der Bundeshauptstadt kehrte Günther triumphal aufs Podium zurück.

Dem Oberstdorfer waren zuvor bereits ein Sieg und ein zweiter Platz in dieser Saison gelungen. Im Klassement kletterte Günther von Platz neun auf Rang zwei hinter Spitzenreiter Antonio Felix da Costa, der nach drei Siegen in Serie Vierter wurde. André Lotterer wurde Fünfter, Daniel Abt 15. und René Rast musste vorzeitig aufgeben.

Die erste vollelektrische Rennserie beschließt ihre Saison nach einer rund fünfmonatigen Unterbrechung mit insgesamt sechs Rennen in neun Tagen in Berlin unter strengen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen wegen der Coronavirus-Pandemie. Die Entscheidung über den Titel wird spätestens am kommenden Donnerstag beim letzten Saisonrennen fallen. Zuvor wird die Meisterschaft an diesem Sonntag fortgesetzt, am Mittwoch steht das vorletzte Rennen an. Bei 68 Punkten Rückstand auf da Costa muss Günther allerdings auf Patzer des Portugiesen hoffen.

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