Seehausen l „Ich glaub, es geht schon wieder los“, mit diesem Hit von Roland Kaiser begrüßte Wolfgang Lippert die Besucher am Sonnabend in der Seehäuser Wischelandhalle. Und es geht schon seit Jahren los, kommt aber immer noch bestens an. Runde 250 Jahre Bühnenerfahrung erlebte das auch gut gereifte Publikum. Und die Anwesenden waren begeistert. Einige sprachen sogar davon, dass es das Beste war, was sie bisher erleben durften.

Die Legenden kehren zurück

„Wiedersehen mit Freunden, die Legenden kehren zurück“ kündigte Lippert ein rund dreistündiges Programm an, in dem es an Abwechslung nicht fehlen sollte. Selbst sang er seine einstigen Hits und moderierte locker und lustig, sprach von Freunden, die unterwegs sind und von einer lockeren Atmosphäre hinter der Bühne, die sich auch schnell auf das Publikum übertragen sollte. Schlagergrößen der einstigen DDR, die man eigentlich nicht hätte vorstellen müssen, kündigte er nacheinander an, allesamt Künstler, die für ihren Beruf noch studieren mussten und die über die Jahre nichts verlernt haben. Nicht älter, noch besser sind sie geworden und das zeigten sie eindrucksvoll auf der Bühne.

Monika Herz war die erste, die Lieder sang, die um die Welt gegangen sind. Wurde dabei auch von ihrem Sohn David begleitet. Seinen ungeheuren Stimmenumfang präsentierte Hans-Jürgen Beyer. Bacarole, Nabuco aber auch „Sign of the Times“ von Harry Styles waren in seinem Repertoire. Es folgte Eva-Maria Pickert, allein mit einem George Gershwin-Medley oder auch im Duett mit Hans-Jürgen Beyer und „something stupid“. Nach einer kurzen Pause dann die Lieder von Jürgen Lippert selbst, wobei er bei seiner „Erna“ die Unterstützung von Monika Herz und Eva-Maria Pieckert bekam. Dann die „Lütte“, Angelika Mann, die vor allem auch an ihren ehemaligen Wegbegleiter Reinhard Lakomy erinnerte, die „Sieben Zwerge“, unvergesslich.

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Schreib es mir in den Sand

Er ist am längsten dabei und er ist der Schönste, kündigte Lippert dann Frank Schöbel an. 1962 stand er das erste Mal auf der Bühne, über 600 Lieder hat er seitdem heraus gebracht. „Schreib es mir in den Sand“, was auch einst „Omega“ sang, machte den Auftakt und es folgten weitere. Das Publikum holte er vor die Bühne und zum Finale auch all seine Mitstreiter, die den Gästen einen unvergesslichen Konzertnachmittag geboten hatten. „Musik ist schön, vor allem wenn sie von Könnern dargeboten wird“, hatte Wolfgang Lippert in seiner Moderation gesagt. Sie war sehr schön und gekonnt dargeboten, so die Resonanz aus dem Publikum, das auch teilweise weite Anreisewege auf sich genommen hatte.