Robert Redford fordert eine Debatte über Gewalt im Kino. Waffen sollten nicht dazu beitragen, Kinokarten zu verkaufen.

Der Schauspieler und Regisseur gilt seit vielen Jahren als einer der kritischsten Geister Hollywoods. Und so verdient auch sein jüngster Vorstoß zweifellos Respekt. Zumal die Stimmen derer, die einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen medial betrachteter und tatsächlich ausgeübter Gewalt sehen, lauter und zahlreicher werden.

Dennoch muss man differenzieren: Es ist ein himmelweiter Unterschied, ob ein testosterongesteuerter Rambo imaginäre Despoten reihenweise meuchelt oder ob ein US-Soldat durch vom Krieg zerfetzte Leiber kriecht. Gewalt und Waffen können nicht nur verherrlichen, sondern auch abschrecken. Genau darüber gilt es zu diskutieren. Ob Redfords Vorstoß Hoffnung verspricht oder Illusion bleibt, kann man nur abwarten. Denn in Hollywood geht es mehr ums Geld als um die Ethik. Kultur