Die Organisation "Kirche in Not" schätzt, dass den 96 Prozent Muslimen im Irak 3,2 Prozent Christen gegenüberstehen.

Schon unter Saddam Hussein hatte es Massaker und Vertreibungen gegeben.

Schätzungen zufolge floh seit der US-Invasion 2003 fast die Hälfte der einst rund 1,5 Millionen Christen vor dem islamistischen Terror außer Landes.

Im Herbst 2008 beschloss die EU, 10 000 Flüchtlinge aus dem Irak aufzunehmen, 2500 davon in Deutschland. Die meisten von ihnen sind Christen, die nach Syrien oder Jordanien geflohen waren.

Kirchenvertreter im Irak sehen das Umsiedlungsprogramm auch mit Sorge: Sie fürchten um die Existenz einiger der ältesten christlichen Gemeinden der Welt.