Bei Anschlägen auf mehrere Kirchen in Nigeria sind am ersten Weihnachtsfeiertag mindestens 40 Menschen getötet worden. Bekannt dazu hat sich die islamistische Terrorgruppe Boko Haram. Diese bezeichnet sich selbst als "nigerianische Taliban" und lehnt westliche Lebensformen ab. Ihr Ziel ist die Errichtung eines Gottesstaates.

Die Anschläge auf Kirchen sind Teil einer seit dem Sommer andauernden neuen Offensive der Terroristen, in deren Fokus nun auch die Christen geraten sind. Die Gruppe will offenbar neue Unruhen zwischen Christen und Muslimen schüren. Nach Einschätzung von Beobachtern geht von der durch den inzwischen getöteten Prediger Mohammed Yusuf 2002 im Nordosten Nigerias gegründeten Boko Haram die größte Gefahr für den Frieden in Afrikas bevölkerungsreichstem Land aus, wenn nicht gar für dessen Bestand. Politik