Wenn Kim Jong Il nach der Mammut-Trauer zu seinem Vater ins Mausoleum geschoben wird, beginnt in Nordkorea eine neue Ära. Entweder im Zeichen eines neuen Diktators oder von Reformen. Angesichts eines unerfahrenen Führers, der noch nicht einmal 30 Jahre alt ist, hungerträchtiger Mangelwirtschaft bei einem völlig überdimensionierten Militärapparat sowie der schädlichen Selbst-Isolation erscheint ein Wandel unausweichlich.

Nicht hin zu einer Demokratie, wohl aber unter kommunistischer Führung zu mehr Effizienz bei gewisser Erweiterung persönlicher Freiräume. Beispiele gibt es gleich in der Nachbarschaft - Vietnam etwa und zuallererst Nordkoreas einziger Verbündeter China. Ob und wann es gar zu einer Wiedervereinigung mit dem Süden kommen könnte, steht freilich in den Sternen. Politik