Der ägyptische Staat lässt Büros ausländischer Institutionen durchsuchen. Sieht man von der außenpolitischen Wirkung ab, bleibt die Innenpolitik. Auffällig ist: Bei den derzeit in Ägypten abgehaltenen Wahlen zeichnet sich ein Regimewechsel ab. Folglich lässt sich darüber nachdenken, ob die Vorgänge damit zu tun haben, dass sich das alte Regime gegen den Wechsel wehrt. Sucht es bei Menschenrechtsorganisationen Material, um gegen seine Gegner vorzugehen? Dass sich im Januar der Beginn der Massenrevolte gegen Husni Mubarak jährt, gibt diesem Verdacht zusätzliche Nahrung.

Ziemlich fadenscheinig ist die offizielle Argumentation, ausländische Einflüsse wirkten auf Ägypten. Das meiste Geld bekommen die radikal-islamistischen Salafisten - nämlich aus Saudi-Arabien. Die Büros der Salafisten wurden nicht durchsucht. Politik