In der neuen DIW-Studie finden sich bekannte Dauerbrenner zu Ost-West-Unterschieden: Die Ostdeutschen sind demnach ärmer und weniger glücklich als ihre Landsleute im Westen. Aber da steht auch, dass die Lebenszufriedenheit der Deutschen sich nicht mehr nur an Ost und West festmachen lässt. Sondern zu einer gesamtdeutschen Generationsfrage wird, was die finanziellen Verhältnisse betrifft.

Am oberen Ende der Alterspyramide können sich die meisten deutschen Senioren gemütlich zurücklehnen: Ihr auskömmlicher Lebensabend scheint gesichert. Darunter sind altersmäßig die Erwerbstätigen angesiedelt, schon unzufriedener. Nicht verwunderlich bei den Widrigkeiten eines langen Arbeitslebens. Das steht der nächstfolgenden Generation noch bevor – oder auch nicht. Wenn junge Leute als Billigkräfte in Praktika geparkt werden oder keinen Job finden, bleiben sie ganz unten. Wer kann damit zufrieden sein?