Uni-Kliniken machen viele Jahre Verluste, Investitionen bleiben aus, bis am Ende die Existenz gefährdet ist. Das ist nicht nur in Sachsen-Anhalt so. Deshalb gibt es erfolgreiche und weniger erfolgreiche Konzepte in anderen Ländern, von denen Wissenschaftsministerin Birgitta Wolff (CDU) lernen kann. Das Land Berlin hat seine Kliniken fusioniert und nicht-medizinische Bereiche wie das Catering ausgelagert. Das war wirtschaftlich und fachlich ein Erfolg. Die Fusion von Lübeck und Kiel wird dagegen wieder infrage gestellt. In Hessen wurden Gießen und Marburg zusammengelegt und komplett privatisiert. Die Rhön-Kliniken haben viel investiert, blieben aber der ungeliebte Sanierer.

Eine Fusion der Standorte Halle und Magdeburg mit jeweils zukunftsfähigen Schwerpunkten liegt nahe, auch Teilprivatisierungen dürften kein Tabu sein. Aber für eine große Lösung müssten zwei Unis, zwei Kliniken und zwei Parteien an einem Strang ziehen. Einen Versuch wäre es dennoch wert.