Als die sieben großen Puma-Hubschrauber der Bundespolizei am Sonntag über Magdeburg einflogen, fühlte man sich an die TV-Bilder aus Boston erinnert. Aber der Einsatz galt keinem Attentäter oder Terroristen, sondern etwa 500 Leipziger Fußballfans.

Ohne Zweifel: Am Sonntag haben sich einige Leipziger im Stadion danebenbenommen. Es wurden Böller geworfen, eine Ticketkasse geplündert und Beamte beleidigt. Aus diesem Grund sicherte die Landesbereitschaftspolizei diese Veranstaltung mit etwa 800 Beamten auch ab. Gut, dass sie da waren. Aber ist es gerechtfertigt, dass 60 Beamten mit sieben Hubschraubern zur Verstärkung eingeflogen werden? Oder dass berittene Polizisten aus Niedersachsen durch Magdeburger Straßen patrouillieren? Wohl kaum.

Die Polizei klagt stetig über die teure Absicherung von Fußballspielen. Diesmal scheint sie selbst an den hohen Kosten des Einsatzes nicht ganz unschuldig zu sein. Kosten, die am Ende der Steuerzahler begleicht.

Es gab keine Prügelei und keine Randale, sondern ein paar Böller im Stadion. Es bestand kein Grund, deshalb die Kavallerie und die Luftwaffe anzufordern.