Jeder möchte von seiner Arbeit leben können. Das gilt auch für Friseure. In ihrer Branche tobte aber in den vergangenen Jahren ein knallharter Wettbewerb. Die Geschäfte versuchten, sich gegenseitig mit Billigpreisen zu unterbieten. Und viele Kunden schauten dabei oft nur auf den eigenen Geldbeutel, so dass einige Läden, die an diesem ruinösen Wettbewerb nicht teilnehmen wollten, pleite gingen. Arbeitgeber und Gewerkschaften haben nun endlich die unselige Lohn-Preis-Spirale gestoppt.

Ein bundesweit einheitlicher Mindestlohn für Friseure war längst überfällig. Auch in Sachsen-Anhalt. Zwar fällt hier der Lohnanstieg von 3,86 auf 8,50 Euro bis 2015 stark aus, doch klar ist auch: Selbst wenn ein paar Stellen wegfallen, geht es den meisten Friseuren hinterher besser - weil sie eben nicht mehr trotz Beschäftigung auf staatliche Almosen angewiesen sind. Und so mancher Kunde sollte sich fragen, ob er nicht auch bereit ist, für hippe Frisuren einen angemessenen Preis bei seinem Friseur zu zahlen.