Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt steht vor einer Zerreißprobe. Einerseits muss sie sparen, damit die Schulden nicht aus dem Ruder laufen, andererseits riskiert sie massive Stürme der Entrüstung, wenn sie an den falschen Stellen Kürzungen durchsetzt. Und so hat längst ein Hauen und Stechen zwischen den Ministerien begonnen, wer wie viel Geld in seinen Etats einsparen muss. Birgitta Wolff verlor dabei sogar ihre Stelle als Wirtschafts- und Wissenschaftsministerin.

Nicht weniger dramatisch könnte jetzt das Gezerre um Geld für neue Lehrerstellen ausgehen. Während Finanzminister Jens Bullerjahn darauf dringt, mit weniger Lehrern in den kommenden Jahren auszukommen, fürchtet Kultusminister Stephan Dorgerloh Unterrichtsausfälle.

Erneut ist Ärger programmiert. Wie das Geschacher ausgeht, ist noch völlig offen. Klar dürfte aber sein, dass diese Diskussion diesmal nicht mit einem Ministerrauswurf enden kann.