Martina Schulenburg arbeitet in Barleben in einem Seniorenheim als Bürgerarbeiterin. Sie ist froh, sie wird dort gebraucht. Vorher war sie arbeitslos. So wie Martina Schulenburg gibt es in Sachsen-Anhalt viele Menschen, die sich nützlich machen wollen. Die geplanten Bürgerarbeitsstellen können helfen. Sie geben ihrem Alltag wieder Struktur. Und ihre Tätigkeit wird anerkannt.

Aber Vorsicht, die aktuelle Debatte um die Ein-Euro-Jobs zeigt: bei der Wahl der Tätigkeit ist Sorgfalt geboten. Sie dürfen nicht Unternehmen Konkurrenz machen und somit Arbeitsplätze verdrängen.

Die Bürgerarbeit gibt den bislang Chancenlosen eine Chance, den Langzeitarbeitslosen. Nach den drei Jahren muss sich das Konzept aber an seinem Ziel messen lassen, Menschen in den ersten Arbeitsmarkt zu bringen. Und das liegt nicht nur in der Hand des Staates. (Wirtschaft)