Totgesagte leben länger. Beim Verkehrsflughafen Cochstedt (Salzlandkreis), der neun Jahre vor sich hindümpelte, trifft dieser Spruch durchaus zu.

Bis gestern, als Flughafen-Geschäftsführer Uwe Hädicke voller Stolz den Einstieg von Europas größter Billigfluggesellschaft Ryanair verkünden konnte, hatte wohl niemand mehr ernsthaft daran gedacht, dass Cochstedt noch einmal neu durchstarten kann.

Mit der Aufnahme des Passagierverkehrs geht auch das damals nicht unumstrittene Konzept von CDU und FDP auf, diesen Standort nach der Insolvenz der Flughafen-Betreibergesellschaft 2001 zu sichern und an einen privaten Investor zu veräußern. Damit sind die dort verbauten rund 60 Millionen Euro Fördergelder nicht in den Sand gesetzt. Und Sachsen-Anhalt hat erstmals einen Verkehrsflughafen, der diesen Namen verdient.