Auch wenn Sachsen-Anhalts Wälder von einem großflächigen Sterben weit entfernt sind, gibt ihr Zustand zur Sorge Anlass. Älteren Fichten, Buchen und Eichen geht es heute sichtbar schlechter als 1991, kurz nach der Wende. Allein die deutlich gesünderen Kiefern sorgen dafür, dass die Baumschäden im Durchschnitt etwas zurückgegangen sind.

Doch wer genau hinsieht, wird die Alarmzeichen erkennen. Zunehmend heiße Sommer versetzen seit etwa 20 Jahren die Bäume in Stress. Die derart geschwächten Riesen werden zusätzlich durch Stickoxide geschädigt und somit eine leichtere Beute für tödliche Schadinsekten, Pilze und Stürme.

Das Wetter lässt sich nicht schnell ändern. Wer großflächige Schäden verhindern will, muss den anderen Stressfaktoren entgegenwirken. Dabei stellt sich auch die Frage, sind die Abgas-Grenzwerte für Heizungen und Autos noch streng genug?