Gerade einmal zweieinhalb Jahre hat Deutschlands erste schwarz-grüne Landesregierung gehalten. Das Experiment in Hamburg wird wohl vorerst auch das letzte mit einer solch gewagten Konstellation bleiben. Angesichts des unverhofften Aufwärtstrends der Grünen in mehreren Bundesländern und dem Bund ist die Partei gegenwärtig alles andere als ein potenzieller Bündnispartner für die Union.

Schwarz-Grün in Hamburg stand angesichts tiefer Gräben bei zentralen Themen wie Kohlekraftwerk, Elbvertiefung und Schulreform von Beginn an unter keinem guten Stern. Nach dem Rücktritt des Bürgermeisters von Beust, der mit seiner moderaten Art das Bündnis zusammenhielt, und einer Reihe von Senatorenwechseln war das Ende der Koalition absehbar. Den Grünen dürfte der Schritt umso leichter fallen, als sie auf eine baldige Rückkehr in die Regierung hoffen können – dann als Partner der SPD.