Im EU-Topf für Landwirtschaft und ländliche Räume wird kräftig gerührt. Während die Reformsuppe brodelt, entbrennt der Verteilungskampf. Jeder will einen möglichst großen Löffel voll. Doch da die Mittel knapper und unter den Ländern umverteilt werden, sollen die kleineren Portionen mit zusätzlichen Auflagen gewürzt werden.

Die Befürchtungen sind groß, dass das Vorschriftendickicht undurchdringlich wird, das Ausfüllen von Formularen die Bauern noch länger von Ackerbau und Tierhaltung fernhält und dass die Öko-Auflagen-Berge weiter wachsen. Ist das nötig? Sicher, es gibt "schwarze Schafe", denen man auf die Finger schauen muss. Aber Landwirtschaft ist kein Momentgeschäft. Nur wer pfleglich mit dem Boden umgeht, wird auch in Zukunft gute Ernten einbringen. Alles andere wäre dumm.(Seite 1)