Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg bringt die größte Strukturreform der Bundeswehr auf den Weg. Es ist auch höchste Zeit, die verkrusteten und 20 Jahre nach dem Fall es Eisernen Vorhangs noch auf antiquierte Szenarien ausgerichteten Strukturen aufzubrechen. Guttenbergs Besuche bei Soldaten im Ausland und die intensiven Gespräche haben ihn darin bestärkt, diese seit Jahren notwendigen Veränderungen mit aller Macht voranzutreiben.

So geht es darum, die Anziehungskraft der Bundeswehr zu erhöhen. So wurde lange vernachlässigt, das Angebot an attraktiven Mannschaftsdienstgraden zu verbessern. Mit Blick auf die Abschaffung der Wehrpflicht ist das ein absolutes Muss. Ebenso wichtig, die schleppende Verwaltung, die "35 Unterschriften unter einen Vorgang" (Guttenberg) braucht, auf Trab zu bringen und die uniformierten Beamten auf das neue, aufs Ausland ausgerichtete Einsatzprofil einzuschwören.