Herbert Grönemeyer hatte für das Kulturhauptstadtjahr "Komm zur Ruhr" getextet. Dass mehr als zehn Millionen Menschen seinem Appell gefolgt sind, ist – vor allem auch angesichts der Loveparade-Katastrophe im Sommer – ein eindrucksvolles Ergebnis.

Vielen Skeptikern zum Trotz hat es die RUHR.2010 geschafft, eine Kulturhauptstadt für viele zu sein. Sie setzte auf Spitzenkultur und auf eindrucksvolle Erlebnisse in der Gemeinschaft, auf mutige Pläne wie das Still-Leben auf der vielbefahrenen A 40.

Aber was wird bleiben, wenn der Jubel verhallt und Gelder nicht mehr fließen? Längst wird in den Ruhrgebietsstädten angesichts gähnend leerer Kassen über Kunst- und Kultur-Kürzungen laut diskutiert. Ein Jahr lang Massen zu bewegen, ist eine (schöne) Seite. Wichtiger ist, langfristig Impulse zu setzen. Was bleibt, wird die Zeit zeigen. (Kultur)