Nun kann man ja über Atomkraft trefflich streiten. Auch emotional. Friedlicher Widerstand – wozu auch das Sperrsitzen auf Gleisen à la Wendland gehört – hat in der Auseinandersetzung ebenso seinen Platz wie Gespräche mit Polizisten, die Atomtransporte absichern.

Was jedoch völlig indiskutabel ist, sind Gewalt gegen Andersdenkende und Sachbeschädigung. Brandsätze in Kabelschächten von Bahnanlagen haben nichts mit Protest zu tun – sie sind auch keine Dumme-Jungen-Streiche – sie sind einfach kriminell und treffen uns alle. Ganz gleich, ob Atomkraftbefürworter oder Gegner. Denn letztlich sitzen sie im selben Zug. Und wenn das Signal klemmt oder die Weiche, weil Elektrokabel verschmort sind, sitzen sie fest.

Bleibt zu hoffen, dass die Täter bald ermittelt werden. Bevor künftige Transporte durch größere Anschläge zum Supergau werden.