Zwischen den Jahren kommt der Politik wegen Themenmangels eine ergebnisfreie Zwischendurch-Debatte wie gerufen. So lässt sich in der vom Flughafenverband angestoßenen Diskussion über die Einteilung der Passagiere nach Terror-Risikogruppen trefflich über Diskriminierung wettern. Wie scheinheilig.

Auf Airports in Deutschland gibt es heute schon "Diskriminierung" in Hülle und Fülle, wenn man sie nur finden wollte. Die Passagiere werden nach EU-Ländern und anderen Staaten sortiert, müssen jede Flasche mit mehr als 100 ml Flüssigkeit abgeben. Und wie ist das gleich mit den Körper- oder Nacktscannern, durch die jeder Fluggast vorm Personal dasteht wie der Kaiser aus dem Märchen in seinen neuen Kleidern? Die Polizeigewerkschaft hat da schon eher den Finger in die Wunde gelegt, indem sie die Entprivatisierung der Kontrollen fordert. Motiviertes, weil ordentlich bezahltes Personal ist noch immer der beste Sicherheitsgarant.(Politik)