Bayerns Hausärzte proben den Aufstand. Sie sind mit ihrem Stand innerhalb der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) unzufrieden, fühlen sich untergebuttert.

In Sachsen-Anhalt gab es vor gut zehn Jahren eine ähnliche Situation. In der Vertreterversammlung der KV waren die Hausärzte völlig unterrepräsentiert, bekamen weniger Honorar. Heute gibt es ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Fach- und Hausärzten und eine freundschaftlich-friedliche Zusammenarbeit zwischen dem Hausarztverband und der KV. Aus dieser Erfahrung ist die Situation in Bayern eher kritisch zu sehen.

Kein System ist so gut, dass es nicht verbessert werden könnte. Auch die KV muss nicht der Weisheit letzter Schluss sein. So lange jedoch nicht erwiesen ist, dass Ärzteverbände ohne KV eine bessere Versorgung der Patienten sichern können, sollten Aufstände wie in Bayern unterbleiben. (Politik)