In Sachsen-Anhalt läuft seit gestern ein Pilotprojekt, das bundesweit ohne Beispiel ist. Zwei Krankenkassen und die Uni-Kinderklinik haben vereinbart, die Erstuntersuchung von Babys auf eine Stoffwechselerkrankung zu optimieren. Eine sehr lobens- und nachahmenswerte Weiterentwicklung des Neugeborenen-Screenings, um Kinder vor schweren gesundheitlichen Schäden zu bewahren.

Zwei Wermutstropfen trüben jedoch die Freude über die Vorreiterrolle Sachsen-Anhalts. Da ist zum einen die Zahl der Krankenkassen. Lediglich die IKK gesund plus und die Techniker Krankenkasse haben sich bei der Kinderklinik gemeldet und ihre Bereitschaft bekundet, mehr für Kinder zu tun.

Zum anderen ist es traurig für die gesetzliche Krankenversicherung, dass solche lebenswichtigen Projekte Jahre brauchen, um als Kassenleistung anerkannt zu werden.