Der Löwe solle dort bleiben, wo er hingehört. Findet zumindest Kultus-Staatssekretär Jan Hofmann im Streit der Blankenburger mit Ernst August von Hannover um die Löwenplastik im Schlossgarten.

Der Streit um zehntausende historische Kunst- und Kulturgüter, in ostdeutschen Museen ausgestellt, wird in den kommenden Monaten an Schärfe gewinnen. Ob das Welfenhaus in Hannover, die von Anhalt, die Bismarcks oder die Familie zu Stolberg-Wernigerode, sie haben das Gesetz auf ihrer Seite. Spätestens am 1.Dezember 2014 können diese Familien über jene Möbel, Gemälde und andere Kunstwerke frei verfügen, die ihre Vorfahren - wie auch immer - zusammengetragen haben.

Dass diese einmaligen Zeugnisse unserer Geschichte nicht auf internationalen Kunstmärkten versilbert werden, ist die Verantwortung der Politiker. In Verhandlungen mit den Alteigentümern müssen sie erreichen, dass die Museen nicht bald leergeräumt sind. Jan Hofmann hat im Löwen-Streit des Pudels Kern erfasst. Zu klären ist die entscheidende Frage: Wo gehört er hin?