Ämter in Behörden werden laut Gesetz nach Eignung, Leistung und Befähigung besetzt. Lediglich Spitzenposten wie Staatssekretäre oder Chefs von Ministerien oder Landesverwaltungen dürfen als enge Berater nach Parteibuch ausgewählt und bei Bedarf schnell ausgetauscht werden. Weil so ein Austausch zumeist viel Geld kostet, ist der fragliche Personenkreis bewusst klein gehalten. Der Vizechef des Landesverwaltungsamtes gehört bisher nicht dazu.

Ausgerechnet SPD-Finanzminister Jens Bullerjahn will das jetzt ändern. Wie bereits bei der umstrittenen Koalitionsvereinbarung mit der CDU, mit der sich die Regierung 45 neue Stellen genehmigte, stellt Bullerjahn hier politisches Kalkül vor finanzielle Interessen des Landes. In der SPD mag er damit punkten. Doch er schadet seinem Anspruch als Sparminister. Sachsen-Anhalt