Stuttgart (dpa). Wegen der enormen Nachfrage vor allem aus China verkürzen viele Autobauer und Zulieferer die Werksferien. Bei Daimler waren die Ferien im Krisenjahr 2009 rund eine Woche länger, sagte eine Sprecherin in Stuttgart. Bei Porsche hingegen stehen die Bänder genauso lange still wie im vergangenen Jahr.

Der Autozulieferer Bosch kennt keine Werksferien. "Es wird ganz normal weitergearbeitet", heißt es. Beim Zulieferer ZF Friedrichshafen ruht die Arbeit am Stammsitz am Bodensee über den Jahreswechsel. Dort werden Getriebe für Nutzfahrzeuge gefertigt. Im bayerischen Schweinfurt wird teilweise gearbeitet, weil es eine verstärkte Nachfrage nach Pkw-Getrieben gibt.

Allgaier in Uhingen (Baden-Württemberg) wird seine Beschäftigten vom 24. bis 31. Dezember regulär in die Weihnachtsferien schicken. Bis Ende November gab es bei dem Autozulieferer noch Kurzarbeit. "Inzwischen ist eine Belebung da, aber an Überstunden ist nicht zu denken", sagte ein Sprecher. Im Opel-Werk in Rüsselsheim läuft die Arbeit eine Woche früher als üblich wieder an. Bei BMW in Dingolfing und Leipzig wird durchgearbeitet. Audi fährt Sonderschichten. VW beendet die Werksferien in Dresden, Emden und Wolfsburg am 3. Januar und damit eine Woche früher.