Thalheim (dapd). Das Solarunternehmen Q-Cells hat im dritten Quartal schwarze Zahlen geschrieben. Das im August vergangenen Jahres gestartete Restrukturierungsprogramm sei erfolgreich abgeschlossen worden, informierte das Thalheimer Unternehmen gestern.

Mit 401,6 Millionen Euro Umsatz von Juli bis Ende September gelang es dem im TecDAX notierten Unternehmen, seine Einnahmen auf Jahressicht mehr als zu verdoppeln. Nach Steuern erzielte Q-Cells einen Gewinn von 13,3 Millionen Euro, nachdem im Vorjahresquartal noch 113,7 Millionen Euro Verlust aufgelaufen waren. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verbesserte sich auf 36,7 Millionen Euro, nach einem Minus von 105 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

"Die Restrukturierung trägt weiter Früchte", sagte Q-Cells-Chef Nedim Cen. Allerdings stünden auch weiterhin eine umfassende Kostenkontrolle und die enge Überwachung von Investitionen im Fokus. In diesem Jahr peilt Q-Cells nun einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro und ein Ebit zwischen 75 Millionen und 80 Millionen Euro an. Bislang hatte Q-Cells einen Umsatz von 1,2 Milliarden bis 1,3 Milliarden Euro und ein positives operatives Ergebnis vorhergesagt.

Die IG Metall kündigte bei der Q-Cells-Tochter Solibro aus Bitterfeld-Wolfen für die nächste Woche Warnstreiks an. "Die Beschäftigten wollen bessere Arbeits- und Leistungsbedingungen durchsetzen", sagte der Sprecher des IG-Metall-Bezirks Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Uwe Stoffregen. Rund 80 Prozent derjenigen, die an Hochschulen im Land in Ingenieurberufen ausgebildet werden, wandern nach Süd- und Westdeutschland ab. Um dem entgegenzuwirken, müssten die Firmen gute Tariflöhne zahlen, sagte Stoffregen.