Kabelsketal/Halle (dpa). Ein norwegischer Investor baut für 20 Millionen Euro ein neues Solarwerk in einem Industriegebiet bei Halle. Das Unternehmen Innotech Solar (ITS) will allerdings nicht selbst Solarzellen herstellen, sondern verunreinigte Produkte anderer Firmen – etwa von Q-Cells – veredeln.

Wie ein Unternehmenssprecher zur Grundsteinlegung gestern mitteilte, sollen pro Stunde bis zu 20 000 Solarzellen verarbeitet werden. Dafür werde ein weltweit einmaliges Verfahren angewandt. In dem Werk sollen zunächst 80 Arbeitsplätze entstehen. Die Produktion soll im März 2011 beginnen. Die Ansiedlung an der Autobahn 14 sei ein weiterer Beleg für die Attraktivität Sachsen-Anhalts als Standort der Solarbranche, erklärte Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU). Das Werk soll 30 Kilometer entfernt vom "Solar Valley" in Thalheim (Kreis Anhalt-Bitterfeld) gebaut werden. Dort sind Q-Cells und weitere Hersteller angesiedelt.

Bei der Produktion von Solarzellen entstehen laut ITS-Sprecher auch verunreinigte Zellen, die nicht voll leistungsfähig sind und deshalb aussortiert werden. ITS sei das weltweit einzige Unternehmen, das solche Zellen bei den Herstellern kaufe, repariere und dann wieder verkaufe.