Magdeburg (dpa). Die Pläne der Europäischen Union zur Agrarreform stoßen bei den Landwirten in Sachsen-Anhalt überwiegend auf Ablehnung. Der Bauernverband hat die Vorschläge kritisiert, Beihilfen für die Bauern an Umweltauflagen zu koppeln. Außerdem wandte sich der Verband gegen eine Deckelung der Förderung für Großbetriebe. "Wenn es um Umweltziele geht, dann müssen die auf jedem Hektar möglich sein und können nur durch eine Flächenzahlung ohne Ober- und Untergrenzen realisiert werden", sagte gestern der Präsident des Landesbauernverbandes, Frank Zedler.

Auch Sachsen-Anhalts Agrar-minister Hermann Onko Aeikens (CDU) hatte die Pläne kritisiert. Die Beihilfen stärker an Umweltauflagen zu koppeln, bedeute mehr bürokratischen Aufwand und bringe für den Umwelt- und Naturschutz sowie für die Landwirtschaft keinen Gewinn. Dagegen finden die Pläne beim Deutschen Bauernbund teilweise Zustimmung, insbesondere der Vorschlag, eine Obergrenze für agrarindustrielle Großbetriebe einziehen zu wollen. "Damit werde der Ausverkauf der Landwirtschaftsflächen der neuen Länder an Investoren und Geldanleger gebremst", hieß es.